Brustkrebs: Engmaschige Überwachung auf andere solide Tumoren gerechtfertigt

  • Yang H & al.
  • Breast Cancer Res
  • 16.08.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit Brustkrebs besteht das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, aber sie weisen gemäß einer landesweiten prospektiven Kohorte aus Schweden auch ein Risiko auf, an anderen soliden Tumoren zu sterben.

Warum das wichtig ist

  • Die Befunde rechtfertigen eine verschärfte Überwachung auf andere solide Tumoren.

Studiendesign

  • Prospektive landesweite Kohorte mit 57.501 Patientinnen mit Brustkrebs (2001–2011) aus dem schwedischen Krebsregister, die nach Geburtsjahr, Wohnort und sozioökonomischem Status mit 564.703 Frauen aus der Allgemeinbevölkerung abgeglichen wurden.
  • Inzidenz und Mortalität wurden nachverfolgt und p-Werte wurden aufgrund mehrerer Vergleiche auf p 
  • Finanzierung: Swedish Research Council und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mittlere Verlaufskontrolle betrug 5,3 Jahre bei Patientinnen mit Brustkrebs und 5,8 Jahre bei der Kontrollgruppe.
  • Von 225 untersuchten Erkrankungen wiesen 45 unter Patientinnen mit Brustkrebs eine HR von > 1,5 und ein p von
  • In Bezug auf die Inzidenz von Erkrankungen wiesen Lymphödem, Radiodermatitis, menopausale Erkrankungen und Neutropenie die höchsten HR-Werte auf, wobei es sich bei allen um unerwünschte Ereignisse in Verbindung mit operativen Eingriffen, Radiotherapie und Chemotherapie handelt.
  • Hinsichtlich der Mortalität war Brustkrebs das größte Risiko (n = 5405; HR nicht angegeben), darauf folgten andere solide Tumoren (n = 890; HR: 1,16; 95 %-KI: 1,08–1,24). 
  • Keine weiteren Todesursachen waren signifikant.

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.
  • Einige HR-Werte waren nicht festgelegt.