Brustkrebs: Daten sprechen für ein universales Screening zwischen 40–49 Jahren

  • Ahn S & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 09.07.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Kürzlich mittels Mammografie durchgeführte Screenings sind im Vergleich zu keinen Screenings mit kleineren Tumoren und weniger umfangreichen medizinischen und operativen Therapien assoziiert, besonders in der Altersgruppe 40–49 Jahre.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse sprechen dafür, dass alle Frauen zwischen 40–49 Jahren sich einem Screening unterziehen sollten, im Gegensatz zu den Empfehlungen der United States Preventive Services Task Force (USPSTF), die ein selektives Screening für diese Altersgruppe vorsehen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte von 1.125 Frauen im Alter von ≥ 40 Jahren, die mit Brustkrebs diagnostiziert wurden.
  • Die Patientinnen wurden auf Basis eines kürzlich durchgeführten Screenings in 2 Gruppen unterteilt, einem kürzlich durchgeführten Screening (1–24 Monate vor Diagnose) oder einem älteren Screening (25+ Monate vor Diagnose oder kein vorausgehendes Screening).
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Patientinnen mit einem älteren Screening hatten eher:
    • größere Tumoren bei Diagnose (OR: 1,97; p = 0,0225).
    • eine Chemotherapie erhalten (OR: 1,51; p = 0,0040).
    • eine Mastektomie erhalten (OR: 1,32; p = 0,0465) und
    • eine axillare Dissektion nötig (OR: 1,66; p = 0,0045).
  • Frauen im Alter von 40–49 Jahren ohne vorherige Mammographie (n = 29) hatten häufiger als ihre Altersgenossinnen mit einem kürzlich durchgeführten Screening (n = 197):
    • größere Tumoren bei Diagnose (p = 0,0417).
    • positive Lymphknoten (OR: 4,52; p = 0,0058).
    • eine Chemotherapie nötig (OR: 2,52; p = 0,0287).
    • eine Mastektomie erhalten (OR: 3,44; p = 0,0068) und
    • ein AD nötig (OR: 4,64; p = 0,0002).

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Kleine Stichprobengröße in Subgruppenanalyse.
  • Beobachtungsstudie.