Brustkrebs: Bisphosphonate reduzieren aromataseinhibitoren-induziertes Frakturrisiko

  • Pineda-Moncusí M & al.
  • J Bone Miner Res
  • 09.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine große spanische Kohortenstudie bestätigt, dass bei Hormonrezeptor-positivem (HR+) Brustkrebs im Frühstadium (eBCa) Aromataseinhibitoren (AI) im Vergleich zu Tamoxifen (TAM) mit einem höheren Frakturrisiko assoziiert sind.
  • In der Untergruppe mit AI-behandelten Patientinnen mit hohem Frakturrisiko reduzierten Bisphosphonate das Frakturrisiko um etwa 30 Prozent.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse weisen auf die Bedeutung einer Evaluierung und einer Behandlung von Frakturrisiken mit Bisphosphonaten bei AI-behandelten osteoporotischen Patientinnen mit HR+ eBCa.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte aus der praktischen ärztlichen Primärversorgung (n = 36.472) von HR+ eBCa-Patientinnen, die laut der Datenbank des Catalonian Systems for the Development of Research in Primary Care (SIDIAP) von 2006 bis 2015 mit AI oder TAM behandelt wurden.
  • Die HR für Frakturen wurden anhand von Patientinnen berechnet, die durch Propensity-Score-Matching aufeinander abgestimmt waren (HR), und durch Sensitivitätsanalysen, die um das konkurrierende Sterberisiko (SHR) bereinigt wurden.
  • Finanzierung: European Regional Development Funds; National Institute for Health Research; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen war bei AI-behandelten Patientinnen im Vergleich zu TAM-behandelten Patientinnen um 40 Prozent höher (HR: 1,40; 95 %-KI: 1,05–1,87 und SHR: 1,48; 95 %-KI: 1,11–1,98).
  • In der Untergruppe der Patientinnen mit AI-Behandlung mit hohem Frakturrisiko (aufgrund von Osteoporose; n = 4.153) reduzierten Bisphosphonate das Frakturrisiko um ~ 30 Prozent (HR: 0,73; 95 %-KI: 0,51–1,04 und SHR: 0,69; 95 %-KI: 0,48–0,98).

Einschränkungen

  • Retrospektive Beobachtungsstudie.
  • Keine Daten zu Schwere oder Grad des BCa.