Brustkrebs-bedingte Metastasen im Zentralnervensystem: neue Lapatinib-Strategie ermöglicht hohe Dosierung

  • Morikawa A & al.
  • Clin Cancer Res
  • 15.04.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine alternierende Dosierungsstrategie mit den 2 Chemotherapie-Wirkstoffen, Lapatinib und Capecitabin, die das Zentralnervensystem (ZNS) erreichen, ermöglicht eine Dosiseskalation von Lapatinib auf bis zu 1.500 mg, zweimal täglich (BID), als maximal verträgliche Dosis (MTD) zur Behandlung von Metastasen im ZNS bei Patientinnen mit HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2)-positivem Brustkrebs mit Metastasen (mBCa).

Warum das wichtig ist

  • Lapatinib, ein Tyrosinkinaseinhibitor, und Capecitabin haben sich präklinisch und klinisch bei der Bekämpfung von ZNS-Metastasen als wirksam erwiesen, aber die dosislimitierende Toxizität verhindert das Ansprechen des Tumors auf die Therapie.
  • Eine eskalierende Dosis von Lapatinib im Wechsel mit einer festen Dosis Capecitabin ist potenziell wirksam gegen ZNS-Metastasen.
  • Die Ergebnisse dieser Phase-I-Studie sprechen für eine Weiterführung der Forschung in einer Phase-II-Studie.

Studiendesign

  • Phase-I-Studie (n = 11) von eskalierenden Dosen Lapatinib (mit einer Anfangsdosis von 1.000 mg, BID), an den Tagen 1–3 und 15–17, und Capecitabin (1.500 mg BID), an den Tagen 8–14 und 22–28, alle 28 Tage.
  • Finanzierung: Novartis; NIH; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 36 % der 11 Patientinnen hatten nur Hirnmetastasen; 45 % leptomeningeale Metastasen und 18 % intramedulläre Metastasen der Wirbelsäule.
  • Lapatinib erreichte eine MTD von 1.500 mg, BID.
  • 3 Patientinnen tolerierten die Therapie > 6 Monate lang, 2 davon > 1 Jahr.
  • Häufigste behandlungsbedingte Toxizitäten: Diarrhö von Grad 1/2; Erbrechen von Grad 2.
  • Bei 2 Patientinnen wurde eine tumorbekämpfende Aktivität im ZNS und außerhalb des ZNS beobachtet.

Einschränkungen

  • Keine Kontrollgruppe.