Brustkrebs: ASCO befürwortet Leitlinien der SIO für integrative Therapien

  • J Clin Oncol

  • Oncology guidelines update
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Im Fachbereich integrative Onkologie wird die Integration evidenzbasierter komplementärer Therapien mit konventioneller Krebsversorgung koordiniert.
  • 2017 gab die Society for Integrative Oncology (SIO) eine evidenzbasierte klinische Praxisleitlinie (CPG) zum Einsatz integrativer Therapien (Tx) während und nach der Behandlung von Brustkrebs heraus.
  • Nun hat die American Society of Clinical Oncology (ASCO) die CPG der SIO mit einigen Warnhinweisen befürwortet.

Warum das wichtig ist

  • Zahlreiche integrative Therapien können die Symptome und unerwünschten Ereignisse, die mit der Behandlung von Brustkrebs einhergehen, lindern.

Studiendesign

  • Ein Expertenausschuss der ASCO überprüfte die CPG der SIO und evaluierte die Qualitätskriterien der Evidenz (A–I, wobei A für die stärkste Befürwortung steht), die von der US Preventive Services Task Force verwendet werden.

Wichtige von der ASCO befürwortete SIO-Empfehlungen

  • Angst-/Stressabbau: Musiktherapie, Meditation, Stressmanagement und Yoga werden von der ASCO und der SIO empfohlen.
  • Depression/affektive Störungen: Meditation, Entspannung, Yoga, Massage und Musiktherapie werden von der ASCO und der SIO empfohlen.
  • Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen: Akupressur oder Elektroakupunktur werden zusätzlich zu antiemetischen Arzneimitteln empfohlen, aber nicht so stark von der ASCO wie von der SIO.
  • Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie: Acetyl-L-Carnitin wird aufgrund der potenziellen Gefahr weder von der ASCO noch von der SIO empfohlen.
  • Ermüdung während der Behandlung: Ginseng wird von der SIO empfohlen, aber die ASCO warnt davor, dass einige Ginseng-Zubereitungen starke östrogene Eigenschaften haben können, daher sollten Patientinnen hier von den Ärzten intensiver beraten werden.