Brustkrebs: 6 französische Gesellschaften einigen sich auf Maßnahmen zur Osteoporose

  • Bouvard B & al.
  • Joint Bone Spine
  • 25.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • 6 französische Gesellschaften haben Konsensempfehlungen zur Prävention und Behandlung von Osteoporose bei 3 Gruppen von Brustkrebs-Patientinnen herausgegegeben:
    • Postmenopausale Frauen unter systemischer Chemotherapie und/oder Aromataseinhibitor (AI)-Therapie.
    • Nicht-postmenopausale Frauen unter luteinisierendes Hormon-freisetzendem Hormon.
    • Nicht-postmenopausale Frauen mit anhaltender Amenorrhoe 1 Jahr nach Chemotherapie.

Warum das wichtig ist

  • Der durch adjuvante Therapie induzierte Knochenschwund kann erheblich sein und möglicherweise zu Frakturen führen.

Studiendesign

  • Literaturrecherche und Empfehlungen von 6 französischen Gesellschaften: Société Française de Rhumatologie, Groupe de Recherche et d'Information sur les Ostéoporoses, Groupe Européen d'Etudes des Métastases Osseuses, Association Francophone pour les Soins Oncologiques de Support, Société Française de Sénologie et de Pathologie Mammaire, Société Française de Radiothérapie Oncologique.
  • Finanzielle Förderung: keine Angaben.

Wesentliche Empfehlungen

  • Alle Frauen in den 3 Gruppen sollten einer Evaluierung der Knochenmineraldichte (BMD) unterzogen werden und Maßnahmen zur Vorbeugung von Risikofaktoren erhalten.
  • Patientinnen mit vorangegangener schwerer osteoporotischer Fraktur und/oder einem T-Score unter −2,5 sollten eine Osteoporosetherapie erhalten.
  • Der Fracture Risk Assessment Tool-Score sollte dazu benutzt werden, über die Behandlung von Patientinnen mit einem T-Score zwischen −1,0 und −2,5 zu entscheiden. 
  • Bei Patientinnen, die keine Therapie benötigen, sollten BMD-Messungen nach 18-24 Monaten stattfinden, falls der T-Score bei Baseline unter −1,0 liegt, und nach 3-5 Jahren bei einem Baseline-T-Score über −1,0.