Brustkorbschmerz bei geringer KHK-Wahrscheinlichkeit: ACR veröffentlicht Richtlinien zu Bildgebungsverfahren

  • Beache GM & al.
  • J Am Coll Radiol
  • 01.11.2020

  • von Jenny Blair, MD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit akuten unspezifischen Schmerzen im Brustkorb, unspezifischen Symptomen und einer laut Voruntersuchung geringen Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzkrankheit (KHK), ist eine Röntgenaufnahme des Thorax und/oder eine CT-Angiographie (CTA) der Koronararterien (KAs) angemessen.

Warum das wichtig ist

  • Diese Präsentation stellt die Notwendigkeit, ein potenziell tödliches kardiales Ereignis zu erkennen, der Notwendigkeit einer effizienten Triage und eines effizienten Patientenflusses in der Notaufnahme und im Krankenhaus gegenüber.

Beschreibung

  • American College of Radiology (ACR) Appropriateness Criteria: evidenzbasierte Kriterien, die basierend auf einer Literaturauswertung jährlich von Experten aktualisiert werden.

Wichtige Einzelheiten

  • Die einzigen beiden Untersuchungen, die als „in der Regel angemessen“ erachtet werden, sind:
    • Röntgenaufnahme des Thorax trotz „Nichtvorliegen dafürsprechender relevanter Literatur“; und
    • CTA der KAs mit intravenösem (i.v.) Kontrastmittel, dessen negativer prädiktiver Wert zum Ausschluss einer KHK nahezu 100 % erreicht.
  • Letztere beschleunigt die Entlassung, ohne zu einer Zunahme schwerwiegender kardialer Ereignisse zu führen. 
  • Die Experten waren sich uneinig darüber, ob eine transthorakale Ruheechokardiographie in der Regel angemessen ist.
  • „Möglicherweise angemessen“:
    • Radiographie der Rippen und der Brustwirbelsäule,
    • CT der Brust mit einem i.v.-Kontrastmittel, mit und ohne i.v.-Kontrastmittel, oder ohne i.v.-Kontrastmittel, 
    • CTA der Brust mit einem i.v.-Kontrastmittel und
    • Ventilations-/Perfusionsscan.
  • 16 andere Studien, die andere Formen der Echokardiographie und MRT einschlossen, wurden als „in der Regel unangemessen“ erachtet.