Brustdrüsenkarzinom in situ: präoperative Brust-MRT mit weniger Operationen verknüpft

  • Lam DL & al.
  • Acad Radiol
  • 05.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine präoperative Brust-MRT (pMRT) ist bei einer Kohorte von Frauen, bei denen ein reines Brustdrüsenkarzinom in situ (DCIS) neu diagnostiziert wurde, mit weniger Operationen insgesamt (Brusterhaltende Operation [BCS], Reexzision oder Mastektomie) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Ein pMRT, das zur Beurteilung von DCIS entwickelt wurde, ist aufgrund begrenzter Daten über seinen Nutzen für das operative Management umstritten.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte (n = 373) aller Frauen mit einer CNB(Kernnadelbiopsie)-Diagnose von DCIS in den Jahren 2004–2013 aus einem Zentrum.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Zwischen den Gruppen mit pMRT und ohne pMRT wurden keine klinischen Unterschiede festgestellt.
  • Folgende Ergebnisse mit der pMRT-Gruppe (vs. keine-pMRT-Gruppe):
    • Höhere Rate zusätzlicher CNB (30 % vs. 7 %; p = 0,002).
    • Durchschnittlich weniger Operationen gesamt (1,2 vs. 1,5; p 
  • In der Subgruppe (n = 245), für die eine BCS die Erstoperation war (statt einer Mastektomie), ergaben sich folgende Ergebnisse für die pMRT-Subgruppe (vs. kein pMRT):
    • Durchschnittlich weniger Operationen gesamt (1,3 vs. 1,7; p 
    • Höhere Rate einer erfolgreichen Erst-BCS statt einer zweiten BCS oder einer Mastektomie (77 % vs. 43 %; p 
  • Im Vergleich zu den großen veröffentlichten Kohorten (einschließlich der SEER[Surveillance Epidemiology and End Results]-Datenbank), hatte diese pMRT-Kohorte, die sich einer BCS unterzogen hatte:
    • Durchschnittlich weniger Operationen gesamt (Differenz: -0,22 vs. -0,17; p 
    • Höhere Rate erfolgreicher Erst-BCS (20 % vs. 14 %; p 

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.
  • Nichtrandomisiertes, retrospektives Studiendesign.