Bronchiektase: Brensocatib zeigt sich in Phase-II-Studie vielversprechend

  • Chalmers JD & al.
  • N Engl J Med
  • 07.09.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Der Dipeptidylpeptidase-1(DPP-1)-Inhibitor Brensocatib verlängerte bei Patienten mit nichtzystischer Fibrose-Bronchiektase in einer Phase-II-Studie die Zeit bis zur ersten Exazerbation und reduzierte die Exazerbationsfrequenz.
  • DPP-1 ist ein Enzym, das neutrophile Serinproteasen aktiviert, von denen angenommen wird, dass sie an durch Neutrophile vermittelten Entzündungen beteiligt sind.

Warum das wichtig ist

  • Exazerbationen der Bronchiektase führen zu einer schlechteren lebensqualität und erhöhter Mortalität.
  • Die Ergebnisse dieser Phase-II-Studie sprechen für eine Weiterführung der Forschung in einer Phase-III-Studie.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-II-Studie mit 256 Patienten (mit ≥ 2 Exazerbationen im vergangenen Jahr), die einer Behandlung mit Placebo, 10 mg Brensocatib und 25 mg Brensocatib einmal täglich über 24 Wochen zugewiesen wurden.
  • Primäres Ergebnis: Zeit bis zur ersten Exazerbation.
  • Finanzierung: Insmed.

Wesentliche Ergebnisse

  • In beiden Brensocatib-Gruppen war der Zeitraum bis zur ersten Exazerbation verlängert:
    • Placebogruppe: 67 Tage,
    • 10 mg Brensocatib: 134 Tage,
    • 25 mg Brensocatib: 96 Tage.
  • Adjustierte HR-Werte für Exazerbation vs. Placebo:
    • 10 mg Brensocatib: 0,58 (p = 0,03),
    • 25 mg Brensocatib: 0,62 (p = 0,046).
  • Die Exazerbationsfrequenz war mit 10 mg Brensocatib niedriger:
    • Gruppe mit 10 mg vs. Placebo: Inzidenzratenverhältnis: 0,64 (p = 0,04);
    • Gruppe mit 25 mg vs. Placebo: Inzidenzratenverhältnis: 0,75 (p = 0,17).
  • In beiden Brensocatib-Gruppen traten häufiger unerwünschte Ereignisse auf.

Einschränkungen

  • Keine Informationen zum langfristig erhöhten Infektionsrisiko.