BRCA-Trägerinnen: Was soll den Patientinnen in Bezug auf eine Mastektomie geraten werden?

  • Domchek SM
  • JAMA
  • 06.12.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • BRCA1- oder BRCA2-Trägerinnen, bei denen noch kein Krebs diagnostiziert wurde, müssen laut einem, inJAMA veröffentlichten Review nicht zur Entscheidung für eine risikoreduzierende Mastektomie gedrängt werden.
  • Ein offenes und regelmäßiges Gespräch mit einer engmaschigen Überwachung mittels Brust-MRT kann den Frauen Zeit schenken, in Ruhe über ihre Präferenzen nachzudenken und die Nutzen und Risiken einer risikoreduzierenden Mastektomie verstehen zu lernen.

Warum das wichtig ist

  • BRCA1- oder BRCA2-Trägerinnen haben bis zu ihrem 80. Lebensjahr ein ständiges Risiko für Brustkrebs von 70 % sowie ein weniger hohes Risiko für Ovarialkrebs, Pankreaskrebs und Prostatakrebs.

Wichtigste Punkte

  • Eine risikoreduzierende Mastektomie ist die beste und effektivste Methode zur Vermeidung von Brustkrebs. Sie ist mit einer Risikosenkung von mindestens 90 % assoziiert, mit einem Restrisiko von 1 %–2 %.
  • Das Risiko für Brustkrebs kann auch durch eine Salpingo-Oophorektomie und selektive Östrogenrezeptormodulatoren gesenkt werden.
  • Zu den Komplikationen einer risikoreduzierenden Mastektomie zählen, Blutung, Infektion, chronischer Schmerz und die Notwendigkeit von operativen Nachkorrekturen. Je nach Art von Implantat und Rekonstruktion können weitere Risiken entstehen.
  • Eine risikoreduzierende Mastektomie wirkt sich auf das Körperbild und die Sexualfunktion aus.
  • Der Zeitpunkt einer risikoreduzierenden Mastektomie sollte unter Berücksichtigung der Ereignisse im Leben während der postoperativen Rekonvaleszenz geplant werden, wie z. B. Partnersuche, Stillen, berufliche Auszeit und die Notwendigkeit für eine Unterstützung (besonders, wenn die Patientin kleine Kinder hat).