BRAF+ Melanom: PD-1-Inhibitortherapie als Erstlinie besser als MAPK-Inhibitoren bei OS

  • Schilling B & al.
  • Cancer Immunol Immunother
  • 26.02.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Ergebnisse aus einer multizentrischen, retrospektiven Studie sprechen dafür, dass eine Erstlinientherapie (1L) mit einem Inhibitor des programmierten Tod 1 (PD-1) bei Patienten mit BRAF-mutiertem, fortgeschrittenen Melanom mit einem längeren Gesamtüberleben assoziiert ist als eine Therapie mit MAPK-Inhibitoren.

Warum das wichtig ist

  • Diese multizentrische Analyse füllt die aufgrund fehlender Direktvergleichsstudien bestehende Lücke.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mit einer PD-1-Inhibitor-Monotherapie behandelte Patienten wiesen ein längeres medianes OS auf als mit MAPK-Inhibitoren behandelte Patienten (29,1 vs. 12,4 Monate; p 
  • 26,6 vs. 18,6 Monate bei Patienten mit normalen LDH(Lactasedehydrogenase)-Spiegeln (p 
  • 18,2 vs. 9,2 Monate bei Patienten mit erhöhten LDH-Spiegeln (p = 0,019).
  • Erhöhte LDH-Spiegel (HR: 2,1; p = 0,000), ein metastatisches Muster (HR: 3,0; p = 0,000) und die Häufigkeit peripherer Eosinophile (HR: 0,6; p = 0,005) waren mit dem Überleben assoziiert.
  • Patienten mit 2–3 günstigen Markern (normaler LDH, keine viszeralen Metastasen außer in der Lunge, Eosinophilenzahl von > 1,5 %) zeigten bei Erhalt von PD-1-Inhibitoren im Vergleich zur MAPK-Inhibition ein überlegeneres OS (p 

    Studiendesign

    • 301 Patienten mit nichtresezierbarem/metastatischem, BRAF-mutierten Melanom, von denen 106 mit einer PD-1-Inhibitor-Monotherapie (61,9 % Pembrolizumab, 38,1 % Nivolumab) und 195 mit kombinierten MAPK-Inhibitoren (80,5 % Dabrafenib plus Trametinib, 19,5 % Vemurafenib plus Cobimetinib) behandelt worden waren, wurden hinsichtlich des Überlebens analysiert.
    • Finanzierung: Keine.

    Einschränkungen

    • Retrospektive Studie.