Blutdruck vermittelt mit ethnischer Abstammung assoziierten kognitiven Verfall im späteren Leben

  • JAMA Neurol

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Schwarze Patienten weisen im Vergleich zu weißen Patienten einen schnelleren allgemeinen kognitiven Verfall auf, und laut den Ergebnissen dieser gepoolten Kohortenanalyse vermittelt der systolische Blutdruck (BD) den Zusammenhang.
  • Diese Ergebnisse deuten auf systemische soziale Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung hin. Die Studienautoren bereinigten jedoch lediglich nach Bildungsniveau und nicht nach sozioökonomischem Status oder anderen sozioökonomischen Faktoren.

Warum das wichtig ist

  • Schwarze Patienten sollten aufmerksam medizinisch betreut werden, um die Blutdruckkontrolle durch zugängliche Behandlungen zu verbessern, wobei das Potenzial für erhöhte kardiovaskuläre und andere Risiken ohne diese Kontrolle zu berücksichtigen ist.

Wesentliche Ergebnisse 

  • Mittleres Alter bei kognitiver Baseline-Untersuchung: 59,8 Jahre (jedoch großer Bereich: 5–95 Jahre).
  • 80,1 % der gepoolten Kohorte waren weiß.
  • Die allgemeine Kognition und das Gedächtnis nahmen bei schwarzen Teilnehmern im Vergleich zu weißen Teilnehmern schneller ab (p = 0,004 bzw. p 
  • Die exekutiven Funktionen nahmen jedoch bei schwarzen vs. weißen Teilnehmern langsamer ab (p 
  • Jeder Anstieg des zeitabhängigen kumulativen systolischen BD um 10 mmHg war bei allen 3 kognitiven Messungen mit einem raschen Verfall assoziiert.
  • Als die Autoren nach systolischem BD bereinigten, verschwand der Unterschied im kognitiven Verfall zwischen schwarzen und weißen Teilnehmern.
  • Die Unterschiede bezüglich des Gedächtnisses und der Verschlechterung der exekutiven Funktionen veränderten sich leicht, blieben jedoch signifikant.

Studiendesign

  • Gepoolte Daten von 5 US-Kohorten mit insgesamt 19.378 Teilnehmern.
  • Finanzierung: NIH und andere Sponsoren.

Einschränkungen

  • Bereinigt nach Bildungsjahren, nicht aber nach sozioökonomischen Variablen und Depressionssymptomen, daher spielen Störfaktoren eine erhebliche Rolle.