Blasenkrebs: squamöse Histologie geht mit schlechterer Prognose einher

  • Matulay JT & al.
  • Urol Oncol
  • 28.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit invasivem Plattenepithelkarzinom (SCC) der Blase zeigen eine schlechtere Prognose als Patienten mit der Histologie eines Urothelzellkarzinoms (UC).
  • Eine neoadjuvante Chemotherapie (NACT) ergab im Vergleich zu einer reinen radikalen Zystektomie (RC) für Patienten mit UC einen Nutzen im Gesamtüberleben (OS), nicht aber für Patienten mit SCC-Histologie.

Warum das wichtig ist

  • Für invasives SCC der Blase sind effektivere Therapien nötig.

Studiendesign

  • 394.956 Patienten mit Blasenkrebs aus der National Cancer Database.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 63.482 Patienten hatten klinisch lokalisierten, muskelinvasiven Blasenkrebs, davon 1,2 % mit SCC-Histologie.
  • Bei Diagnose hatten 70 % der Patienten mit SCC eine Krankheit im Stadium cT2–4 vs. 19 % der Patienten mit UC-Histologie.
  • Das OS war bei Patienten mit klinisch lokalisiertem, muskelinvasiven Blasenkrebs bei einer SCC-Histologie kürzer als bei UC-Histologie (9,6 vs. 24,6 Monate; p 
  • Ein schlechteres OS wurde bei Patienten mit SCC über alle Stadien hinweg beobachtet (p 
  • Eine SCC-Histologie wies einen unabhängigen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Tod auf (HR: 1,79; p 
  • Das mediane OS bei Patienten mit SCC, die nur eine RC vs. NACT erhielten, betrug 25,4 vs. 34,0 Monate (p = 0,34).
  • Der Erhalt einer NACT war gegenüber einer reinen RC bei Patienten mit UC mit einem verbesserten OS assoziiert (HR: 0,83; p 

    Einschränkungen

    • Retrospektives Design.