Blasenkarzinom: Switch-Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab zeigt Ansprechen und verlängert das PFS

  • Galsky MD & al.
  • J Clin Oncol
  • 09.04.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Bei Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom zeigt der Einsatz von Pembrolizumab direkt nach Beendigung der Erstlinien-Chemotherapie ein gutes Ansprechen und verlängert das PFS.

Warum das wichtig ist

  • Die Erhaltungstherapie mit Avelumab wurde kürzlich für dieses Setting zugelassen.
  • Die aktuellen Ergebnisse sprechen außerdem für die Strategie einer Switch-Erhaltungstherapie bei diesen Patienten.

Studiendesign

  • Doppelblinde Phase 2-Studie GU14-182: 108 Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom, die ein stabile Erkrankung oder eine partielle Response unter einer platinbasierten Erstlinien-Chemotherapie erreichten, wurden randomisiert Pembrolizumab (n=55) oder Placebo (n=53) zugeteilt.
  • Finanzierung: MSD; Tisch Cancer Institute Cancer Center.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up war 12,9 Monate.
  • In der Pembrolizumab-Gruppe zeigte sich gegenüber Placebo:
    • Die objektive Responserate war 23% vs. 10%.
    • Die komplette Responserate war 9% vs. 0%.
    • Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse Grad 3-4 zeigten sich bei 59% vs. 38%.
    • Das mittlere PFS war 5,4 vs. 3,0 Monate (HR 0,65; log-rank p=0,04; robuster Test zur maximalen Wirksamkeit p=0,039).
    • Das mittlere OS war 22 vs. 18,7 Monate.
  • Es zeigte sich keine signifikante Wechselwirkung zwischen einem kombinierten positiven Score ≥10 des Programmed Death-Ligand 1 und der Behandlungsgruppe beim PFS (p=0,8) oder OS (p=0,9).

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl der Untergruppen.