Bewegungstherapien beim Schulter-Impingement-Syndrom Therapie der Wahl


  • Thomas Kron
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaft

Für Patienten mit Schulter-Impingement-Syndrom ist eine spezifische Bewegungstherapie Therapiemethode der Wahl. 

Hauptergebnisse

Die Auswertung der Studien zum Endpunkt Schmerzlinderung ergab:

  • Bewegungstherapie war besser als Nichtstun.
  • Spezifische bzw. gezielte Bewegungstherapie war besser als eine allgemeine.
  • Steroid-Injektionen waren besser als keine Therapie.
  • Ultraschall-gesteuerte Injektionen waren Injektionen ohne Ultraschall-Steuerung überlegen.
  • NSAR waren etwas effektiver als Placebo.
  • Manualtherapie war einer Placebo-Behandlung überlegen.
  • Bewegungstherapie plus Manualtherapie war besser als allein Bewegungstherapie.
  • Stosswellentherapie war besser als eine Scheinbehandlung, ebenso eine Laser-Therapie und Taping.

Design

Metaanalyse von 200 randomisierten Studien, die meisten Studien mit wenigstens 20 bis 232 erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern (18 bis 65 Jahre).  

Klinische Bedeutung

Für Patienten mit Schulter-Impingement-Syndrom steht eine Vielzahl von Therapie-Verfahren zur Verfügung. Die vorliegenden Daten sprechen für Bewegungstherapien; andere Methoden wie Taping, Manualtherapie und ECSWT können als ergänzende Verfahren erwogen werden. NSAR und Steroide sind zwar besser als Placebo, allerdings ist nach Angaben der Autoren unklar, wie sie im Vergleich zu Bewegungstherapien abschneiden. Insgesamt sind die wissenschaftlichen Wirksamkeits-Beweise für die angewandten Therapien relativ mäßig. Gründe hierfür sind unter anderen die Heterogenität der Studien und der Definitionen des Schulter-Syndroms.