Bessere Überlebenschancen mit intraarteriellem FOLFOX + Sorafenib bei hepatozellulärem Karzinom mit Pfortaderinvasion

  • He M & al.
  • JAMA Oncol
  • 09.05.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe einer hepatischen arteriellen Infusionstherapie mit Chemotherapie (HAIC) zu Sorafenib bei hepatozellulärem Karzinom (HCC) mit einer Pfortaderinvasion ging mit einem beinahe doppelt so langen Gesamtüberleben (OS) einher.

Warum das wichtig ist

  • Die Prognose bleibt auch mit einer Frontlinientherapie mit Sorafenib schlecht; in einer Studie der Phase II wurde zuvor ein Nutzen der HAIC nachgewiesen.

Studiendesign

  • Offene, randomisierte Phase-III-Studie (n = 247) von Patienten, die Sorafenib in der Erstlinie erhalten hatten und mit oder ohne HAIC aus Oxaliplatin, Fluorouracil und Leucovorin (FOLFOX) behandelt wurden.
  • Finanzierung: Nichtindustrielle Geldgeber.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Vergleich zu Sorafenib allein verbesserte die Zugabe von FOLFOX signifikant:
    • die Ansprechrate (40,8 % vs. 2,46 %; p 
    • das mediane OS in der Kombinationsgruppe (13,37 vs. 7,13 Monate; HR: 0,35; p 
    • das mediane progressionsfreie Überleben (PFS; 7,03 vs. 2,6 Monate; HR: 0,33; p 
    • das mediane intrahepatische PFS (8,07 vs. 3,1 Monate; HR: 0,28; p 
    • das OS, basierend auf den RECIST-Kriterien (40,8 % vs. 2,46 %; p 
  • Das mediane OS war bei den 35 Patienten, die zur Kombinationstherapie wechselten, länger als bei denen, die weiterhin Sorafenib erhielten (9,47 vs. 5,53 Monate).
  • Die Gruppen hatten ähnliche behandlungsbedingte, unerwünschte Ereignisse.
  • Die Kombinationstherapie war mit höheren Raten einer Neutropenie (9,68 % vs. 2,48 %), Thrombozytopenie (12,9 % vs. 4,96 %) und Erbrechen (6,45 % vs. 0,83 %) von Grad 3/4 assoziiert.

Einschränkungen

  • Offen.
  • Chinesische Population.