Benachrichtigungspflicht bei dichten Brüsten mit höheren Erkennungsraten mittels Ultraschall verknüpft

  • Busch SH & al.
  • Am J Public Health
  • 21.03.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Staatliche Gesetze zur Benachrichtigung bei dichten Brüsten (DBN), die vorsehen, dass Frauen, die sich mit dichten Brüsten bereits einer Screening-Mammographie unterzogen haben, benachrichtigt werden, sind am effektivsten, wenn sie zudem vorsehen, dass diese Frauen über den möglichen Nutzen eines ergänzenden Screenings (DBN + SS) für dichte Brüste aufgeklärt werden.

Warum das wichtig ist

  • Dichte Brüste, die 38 %–57 % der Frauen zwischen 40 und 60 Jahren betreffen, führen zu einer niedrigeren mammografischen Sensitivität.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte von 1.441.544 Screening-Mammogrammen von privat versicherten Frauen (Alter 40–59 Jahre), die in 1 der Bundesstaaten mit einem der 3 verschiedenen Gesetze leben: keine DBN-Gesetze (n = 25 Staaten), allgemeine DBN-Gesetze (ohne Erwähnung des möglichen Nutzens einer SS; n = 5 Staaten) und DBN + SS-Gesetze (n = 4 Staaten).
  • Finanzierung: American Cancer Society; Yale University.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Vergleich mit keinen DBN-Gesetzen:
    • DBN + SS-Gesetze waren mit 10,5-mal häufigeren Ultraschalluntersuchungen pro 1.000 Mammogrammen assoziiert (p = 0,006).
    • DBN + SS-Gesetze waren mit 0,37-mal häufigeren Brustkrebsdiagnosen pro 1.000 Mammogrammen assoziiert (p = 0,02).
    • DBN + SS-Gesetze führten nicht zu einer höheren Rate von MRT oder Biopsien.
    • Allgemeine DBN-Gesetze waren nicht mit mehr Ultraschalluntersuchungen, MRT, Biopsien oder höheren Brustkrebserkennungsraten assoziiert.

Einschränkungen

  • Die Studie konnte nicht den Effekt der DBN-Gesetze auf die brustkrebsbedingte Morbidität und Mortalität evaluieren.
  • Die Ergebnisse sind möglicherweise nicht übertragbar, da es sich hier um privat versicherte Frauen handelte.