Beim Rektumkarzinom beeinflusst eine Verschiebung der Resektion nicht das Outcome

  • Lefèvre JH & al.
  • Ann Surg
  • 01.11.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine zusätzliche 4-wöchige Verzögerung zwischen Abschluss der neoadjuvanten Chemoradiotherapie (RCT) und Resektion hat keinen Effekt auf das onkologische Outcome beim Rektumkarzinom cT3/T4 oder TxN+.

Warum das wichtig ist

  • Vorherige retrospektive Studien haben einen Zusammenhang zwischen Verschiebung und verbessertem Outcome gezeigt.

Studiendesign

  • Langzeit-Follow-up einer multizentrischen, randomisierten, parallelarmigen, kontrollierten Open-Label-Studie der Phase 3 (GRECCAR-6; n=265).
  • Patienten wurden randomisiert einer 7- oder 8-wöchigen Verzögerung zwischen RCT und Resektion zugeteilt.
  • Finanzierung: Französisches Gesundheitsministerium.

Wesentliche Ergebnisse

  • 253 Patienten unterzogen sich einer Exzision.
  • Durchschnittliches Follow-up: 32 Monate.
  • Nach 3 Jahren ergaben sich folgende Werte:
    • OS: 89%.
    • Erkrankungsfreies Überleben (DFS): 68,7%.
    • Lokalrezidive: 7,9%.
    • Fernmetastasen: 23,8%.
  • Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich 3-Jahres OS (p=0,8868), DFS (p=0,9409), Fernmetastasen (p=0,7432) oder Lokalrezidive (p=0,3944).
  • Es zeigte sich kein Unterschied zwischen den Gruppen im 3-Jahres DFS bei guten (p=0,9509) oder schlechten Respondern (p=0,9726).
  • DFS war verbunden mit einem zirkumferenziellen Resektionsrand ≤1 mm (HR 2,03; 95% KI 1,17-3,51), ypT3-T4 (HR 2,69; 95% KI 1,19-6,08) und positiven Lymphknoten (HR 3,62; 95% KI 1,89-6,91).

Einschränkungen

  • Onkologische Ergebnisse waren sekundäre Endpunkte.