Beim metastasierten CRC schneidet die Fluoropyrimidin-basierte Erhaltungstherapie am besten ab

  • Sonbol MB & al.
  • JAMA Oncol
  • 19.12.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Fluoropyrimidin-basierte Erhaltungstherapie hatte die höchste Wahrscheinlichkeit, das PFS beim metastasierten kolorektalen Karzinom (CRC) zu verbessern.

Warum das wichtig ist

  • Die Strategie mit Fluoropyrimidin-basierter Erhaltungstherapie mit oder ohne Bevacizumab (Bev) sollte gegenüber einer kontinuierlichen Induktionstherapie bevorzugt eingesetzt werden, jedoch ist eine Überwachung ebenfalls eine vertretbare Möglichkeit.
  • Eine Erhaltungstherapie mit Bev allein ist kein akzeptabler Ansatz.

Studiendesign

  • Netzwerk-Metaanalyse (12 Studien; n=5540).
  • Die untersuchten Erhaltungsstrategien beinhalteten Fluoropyrimidin (FP), FP+Bev und Bev allein.
  • Finanzierung: keine; die Autoren veröffentlichen Verbindungen zur Industrie.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Fortführung der kompletten zytotoxischen Chemotherapie bis zur Progression zeigte bezüglich PFS oder OS keinen Vorteil gegenüber einer Überwachung oder Erhaltungstherapie .
  • Basierend auf der Fläche unter der kumulativen Ranking-Analyse, zeigte die Erhaltungstherapie einen PFS-Vorteil gegenüber einer Überwachung (HR 0,58; 95% KI 0,43-0,77), verbesserte jedoch nicht das OS (HR 0,91; 95% KI 0,83-1,01).
  • Die größte Wahrscheinlichkeit für ein verbessertes PFS fand sich unter FP+Bev (99,8%), gefolgt von FP (67,1%).
  • Die größte Wahrscheinlichkeit für ein verbessertes OS fand sich unter FP (81,3%), gefolgt von FP+Bev (73,2%).
  • FP erreichte häufiger eine Verzögerung der Progression als eine Überwachung oder Bev allein.

Einschränkungen

  • Die Prüfer für das Outcome waren in den meisten Studien nicht verblindet.