Bei Ösophaguskarzinom gibt neoadjuvante Radiochemotherapie Aufschluss über schlechteres Gesamtüberleben

  • Macedo FI & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 01.12.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine neoadjuvante Radiochemotherapie (NARCT) ist bei einem resezierbaren Ösophaguskarzinom mit einer höheren Rate von pathologisch komplettem Ansprechen (pCR), aber mit schlechteren kurz- und langfristigen Überlebenschancen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • NARCT bietet einen Überlebensvorteil bei einem Plattenepithelkarzinom, aber es ist unklar, ob sie für Patienten mit einem Ösophaguskarzinom allgemein einen Vorteil mit sich bringt, insbesondere für Patienten mit einem Adenokarzinom.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von Datensätzen aus der National Cancer Database (n = 12.238).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 92,1 Prozent unterzogen sich einer NARCT.
  • Es gab keinen signifikanten Unterschied im Gesamtüberleben (OS) zwischen den Gruppen mit neoadjuvanter Chemotherapie und NARCT (37,6 vs. 35,9 Monate; p = 0,393).
  • NARCT war mit einer höheren Häufigkeit eines pCR assoziiert (19,2 % vs. 6,3 %; HR: 2,593; p 
  • Das pCR war mit einem besseren 3-Jahres-Überleben assoziiert (38,4 % vs. 31,6 %; p 
  • Bei Patienten, die kein pCR erreichten, war eine Chemotherapie mit einem besseren OS assoziiert (37,3 vs. 30,8 Monaten; p = 0,002), und die Radiochemotherapie war mit einer höheren 90-Tages-Mortalität assoziiert (HR: 1,872; p = 0,036).
  • Die Cox-Regressionsanalyse ergab, dass NARCT ein Prognosefaktor für ein schlechteres OS war (HR: 1,561; p 

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.