Bei Ösophaguskarzinom mit positiven Lymphknoten kann eine adjuvante Therapie helfen

  • Semenkovich TR & al.
  • Ann Thorac Surg
  • 20.06.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine retrospektive Studie an Patienten mit Ösophaguskarzinom und positiven Lymphknoten nach einer neoadjuvanten Behandlung wies ein besseres Gesamtüberleben (OS) in Zusammenhang mit einer adjuvanten Therapie auf..

Warum das wichtig ist

  • Positive Lymphknoten nach einer neoadjuvanten Therapie sind ein Indikator für eine schlechtere Diagnose, aber 2 kleine Studien und eine Studie der National Cancer Database, welche die Auswirkung einer adjuvanten Therapie untersuchten, ergaben gemischte Ergebnisse.
  • Die Studie verwendet eine größere und detailliertere Datenbank bei der Untersuchung, ob eine adjuvante Therapie das Überleben in dieser Population verbessert.

Studiendesign

  • Multizentrische, retrospektive Kohortenstudie (n = 1.082).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 19,3 % der Patienten hatten eine adjuvante Therapie erhalten. Von den Patienten, die eine adjuvante Therapie erhielten, hatten 79,9 % nur eine adjuvante Chemotherapie, 14,4 % eine Radiochemotherapie und 5,7 % nur eine Strahlentherapie.
  • Die adjuvante Therapie war laut Kaplan-Meier-Kurve mit einem längeren medianen Überleben nach der Resektion (2,6 vs. 2,3 Jahre) assoziiert. Der Überlebensvorteil war am größten im vorderen Teil der Kurven (p nach Wilcoxon = 0,02); p laut Log-Rank = 0,06).
  • Das proportionale Hazard-Modell nach Cox ergab einen Zusammenhang zwischen der adjuvanten Behandlung und der Mortalität (HR: 0,76; p = 0,005) nach Bereinigung um eine Reihe demografischer und klinischer Faktoren.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.