Bei neuroendokrinen Neoplasien des gastrointestinalen Traktes mit Lebermetastasen wird die Resektion des Primärtumors mit besseren Überlebenschancen in Verbindung gebracht

  • Zheng M & al.
  • Cancer Med
  • 22.07.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Resektion des Primärtumors (PTR) wurde bei Patienten mit neuroendokrinen Neoplasien (NEN) in der Magen-Darm-Pankreas-Region mit Lebermetastasen mit verlängertem Überleben assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Bei diesen Patienten sollte eine PTR in Erwägung gezogen werden, aber das Alter sowie Lage, Größe und Differenzierung des Primärtumors sollten in die Entscheidung einbezogen werden.

Studiendesign

  • Analyse der Datenbank des SEER-Programms (Surveillance, Epidemiology, and End Results) (n = 1.547) unter Ausschluss von Patienten, denen Lebermetastasen entfernt wurden.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China.

Wesentliche Ergebnisse

  • 58,0 % unterzogen sich einer PTR.
  • Mediane Verlaufskontrolle: 15 Monate (Bereich: 1–71 Monate). 42,1 % der Patienten starben.
  • Eine PTR wurde mit einem besseren 5-jährigen Gesamtüberleben (OS) assoziiert (57,0 % vs. 15,4 %; p 
  • 5-Jahres-OS mit oder ohne PTR nach Lokalisation des Primärtumors (p 
  • NEN im Magenbereich: 39,7 % vs. 10,5 %.
  • NEN im Dünndarm: 73,3 % vs. 29,9 %.
  • NEN im Kolorektalbereich: 24,6 % vs. 4,7 %.
  • NEN in der Bauchspeicheldrüse: 59,7 % vs. 18,1 %.
  • PTR war ein unabhängiger Prognosefaktor für das OS (HR: 0,48; p 
  • Weitere mit dem OS assoziierte Faktoren:
    • Alter von ≥ 60 Jahren (HR: 1,58; p 
    • Primärer Befallsherd im Dünndarm (HR: 0,52; p 
    • Größe des Primärtumors von ≥ 4 cm (HR: 1,58; p = 0,007).
    • Schlechte Differenzierung (HR: 4,48; p 
  • Einschränkungen

    • Retrospektive Analyse.