Bei Helicobacter pylori haben sich Antibiotika-Resistenzen in Europa innerhalb von 20 Jahren verdoppelt

  • Megraud F, et al.
  • 2019 United European Gastroenterology (UEG) Week

  • von Priscilla Lynch
  • Medical News
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Die Resistenz gegen Erstlinien-Antibiotika bei Infektionen mit H.pylori hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt, wie neue Forschungsbefunde zeigen, die bei der diesjährigen „United European Gastroenterology Week" in Barcelona präsentiert worden sind.

Die Studie mit 1232 Patienten aus 18 europäischen Ländern untersuchte die Resistenz auf häufig gegen H.pylori eingesetzte Antibiotika. 

Die Resistenz gegen Clarithromycin, einem der wichtigsten Antibiotika zur Eradikation von H. Pylori, stieg von 9,9% im Jahr 1998 auf 21,6% im vergangenen Jahr; auch bei Levofloxacin und Metronidazol seien Resistenzen festgestellt worden, berichteten die Forscher.

Die Untersuchung ergab die höchsten Resistenz-Raten von H.pylori gegen Clarithromycin in Süditalien (39,9%), Kroatien (34,6%) und Griechenland (30%), entsprechend früheren Berichten, nach denen Italien und Griechenland 2050 die meisten Todesfälle infolge von Antibiotika-Resistenzen von allen EU-Mitgliedern haben werden.

Das hohe Ausmaß an Resistenzen in diesen Ländern wird auf einen nicht indizierten Antibiotika-Einsatz bei Erkrankungen wie Erkältungen und Influenza zurückgeführt, zudem auf einen Mangel an institutioneller Unterstützung bei Strategien gegen Antibiotika-Resistenzen.

„Die Ergebnisse dieser Studie sind sicher beunruhigend, denn H.pylori ist die Hauptursache für die Ulkus.Erkrankung und das Magen-Karzinom, kommentierte Mário Dinis-Ribeiro, Präsident der  „Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie“(ESGE: „European Society of Gastrointestinal Endoscopy“).