Bei grenzwertig resezierbarem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre ist neoadjuvante Radiochemotherapie mit Vorteilen verknüpft

  • Suzuki T & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 09.12.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine neoadjuvante Radiochemotherapie (NARCT) mit Cisplatin und Fluorouracil führte bei grenzwertig resezierbarem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (BR-ESCC) zu einer R0-Resektion von 44 %.

Warum das wichtig ist

  • Es liegen nur begrenzt Daten zu Behandlungsstrategien für BR-ESCC vor.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von Patienten, die sich einer NARCT mit Cisplatin plus Fluorouracil und einer Bestrahlung (40 Gy, n = 50) unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 44 % der Patienten erreichten eine klinisch kurative Resektion (R0-Gruppe).
  • Die R0-Gruppe wies ein längeres medianes Gesamtüberleben (OS) auf:
    • 2,4 vs. 0,8 Jahre,
    • HR: 0,29 (p 
  • 27 Patienten unterzogen sich nach einer NARCT einem operativen Eingriff:
    • 14 unterzogen sich 1 Chemotherapie-Zyklus und 11 (79 %) erreichten eine R0-Resektion; 
    • 13 unterzogen sich 2 Chemotherapie-Zyklen und 11 (85 %) erreichten eine R0-Resektion.
  • Patienten mit höheren Konzentrationen des Serum-Plattenepithelkarzinom(SCC)-Antigens (> 2 ng/ml) vor der NARCT zeigten:
    • Schlechteres OS: 0,8 vs. 2,5 Jahre (HR: 5,4; p 
    • Tendenziell schlechteres rezidivfreies Überleben: 0,4 vs. 1,8 Jahre (HR: 2,43; p = 0,22).
  • Eine höhere Serum-SCC-Antigenkonzentration vor der NARCT war mit einer Nicht-R0-Resektion assoziiert (OR: 8,62; p 
  • In einer multivariaten Analyse prognostizierte eine hohe SCC-Antigen-Konzentration im Serum ein schlechteres Überleben: HR: 7,03 (p 

Einschränkungen

  • Japanische Patientenpopulation.
  • Retrospektives Design.