Behandlungsschema mit Carfilzomib effektiv bei neu diagnostiziertem, transplantionsgeeigneten, multiplen Myelom

  • Wester R & al.
  • Haematologica
  • 04.04.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Induktions- und Konsolidierungstherapie mit Carfilzomib, Thalidomid und niedrigdosiertem Dexamethason (KTd) ist bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom (NDMM), die für eine Transplantation infrage kommen, effektiv, mit kontrollierbarer Toxizität.

Warum das wichtig ist

  • Carfilzomib ist gegenwärtig zur Behandlung von rezidiviertem und/oder refraktärem multiplen Myelom zugelassen.
  • Hier handelt es sich um die erste Studie von KTd als Induktion und Konsolidierung in diesem Setting.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie, Carthadex (Phase-II-Studie zu Carfilzomib, Thalidomid und niedrigdosiertem Dexamethason als Induktion und Konsolidierung bei neu diagnostizierten, transplantationsgeeigneten Patienten mit multiplem Myelom) zur Untersuchung von KTd als Induktion und Konsolidierung bei 111 Patienten mit transplantionsgeeignetem NDMM.
  • Der Induktionstherapie folgte hochdosiertes Melphalan und eine autologe Stammzellentransplantation.
  • 4 Dosen wurden untersucht und die übergreifenden Ergebnisse zusammengefasst.
  • Finanzierung: Onyx Pharmaceuticals, Inc.   

Wesentliche Ergebnisse

  • Ansprechen nach Induktion:
    • Gesamtansprechrate (ORR) von 93 %.
    • Sehr gute partielle Ansprechrate (VGPR) von 65 % oder besser.
    • Rate des Komplettansprechens (CR) von 18 % oder besser.
  • Ansprechen nach Konsolidierung:
    • 94 % ORR.
    • 86 % VGPR oder besser.
    • 63 % CR-Rate oder besser.
  • 83 Monate (95 %-KI: 83–nicht erreicht [NR]) medianes Gesamtüberleben (OS).
  • 58 Monate (95 %-KI: 45–67) medianes progressionsfreies Überleben (PFS).
  • Kein Zusammenhang zwischen Dosishöhe/Risikostatus und OS.
  • 10 % der Patienten erlitten eine hämatologische Toxizität von Grad 3–4.
  • Die häufigsten nichthämatologischen Toxizitäten von Grad 3–4 waren:
    • Infektionen: 11 %.
    • Erkrankungen der Atemwege: 8 %.
    • Hauterkrankungen: 9 %.
    • Gefäßerkrankungen: 9 %.

Einschränkungen

  • Hier handelt es sich um eine offene Studie.