BCRA+ eBCa: prophylaktische Bestrahlung senkt CBC-Risiko laut israelischer Studie

  • Evron E & al.
  • Ann Oncol
  • 23.11.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In einer Phase-II-Studie senkte eine prophylaktische Bestrahlung der kontralateralen Brust das Risiko für kontralaterales Mammakarzinom (CBC) um 80 % und verzögerte den Ausbruch von CBC bei Trägerinnen von BRCA+ mit Brustkrebs im Frühstadium (eBCa), die bereits einen operativen Eingriff und eine Bestrahlung der befallenen Brust erhalten hatten.

Warum das wichtig ist

  • Potenzielle Alternative zur prophylaktischen kontralateralen Mastektomie.
  • Diese Ergebnisse rechtfertigen eine Phase-III-Studie.

Studiendesign

  • Nichtrandomisierte, kontrollierte Phase-II-Studie mit 162 BRCA+ Patientinnen mit eBCa, die eine prophylaktische Mastektomie ablehnten.
  • Die Patientinnen konnten sich entweder für eine lokoregionäre Standardbehandlung (brusterhaltende Operation [BCS] und Bestrahlung der befallenen Seite) plus prophylaktischer Bestrahlung (42,4–50 Gy) der kontralateralen Brust (die Interventionsgruppe; n = 81) oder für eine lokoregionäre Standardbehandlung (die Kontrollgruppe; n = 81) entscheiden.
  • Finanzierung: Israeli Cancer Association.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 58 Monate.
  • Die Interventionsgruppe wies eine Senkung von 80 % im CBC auf (2,5 % vs. 12,4 % in der Kontrollgruppe; HR: 0,175; p laut Log-rank-Test = 0,011).
  • Die Interventionsgruppe wies einen späteren Ausbruch des CBC auf (80 bzw. 105 Monate vs. median 32 Monate in der Kontrollgruppe).
  • In der Interventionsgruppe entwickelte 1 Patientin ein Bestrahlungs-assoziiertes Sarkom; die Raten der anderen früh oder spät eintretenden Strahlentoxizitäten hatten sich nicht erhöht.

Einschränkungen

  • Nichtrandomisierte Studie.
  • Offenes Studiendesign.
  • Relativ kurze Nachbeobachtung.