BCa im Frühstadium: nach wie vor ethnische Ungleichbehandlung trotz Privatversicherung

  • Hoppe EJ & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 03.11.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Trotz rechtzeitiger Vorstellung müssen schwarze Frauen mit Brustkrebs (BCa) im Stadium 1 in einer großen US-amerikanischen Kohorte immer noch länger auf eine Erstbehandlung, einen operativen Eingriff und andere Therapien warten als weiße Frauen.
  • Eine Privatversicherung mindert diesen Effekt bis zu einem gewissen Grad, doch eine ethnische Ungleichbehandlung ist nach wie vor gegeben.

Warum das wichtig ist

  • Ethnische Ungleichbehandlungen in der Wartezeit bis zur Versorgung, wenn auch nicht onkologisch signifikant, lassen darauf schließen, dass institutionelle, über eine Privatversicherung hinausgehende Vorbehalte ausgeräumt werden müssen.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte von 546.351 Patienten mit BCa im Stadium I aus der US National Cancer Data Base: 90,6 % waren weiß, 9,4 % schwarz.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Schwarze Frauen (vs. weiße) mussten, unabhängig vom Versicherungstyp, signifikant (p 
  • Erstbehandlung (35,5 vs. 28,1 Tage)
  • operativen Eingriff (36,6 vs. 28,8 Tage; Δ: 7,8 Tage)
  • Chemotherapie (88,1 vs. 75,4 Tage)
  • Bestrahlung (131,3 vs. 99,1 Tage) und
  • Hormontherapie (152,1 vs. 126,5 Tage).
  • In der privatversicherten Subgruppe:
    • Die Wartezeit bis zum operativen Eingriff für schwarze (vs. weiße) Frauen verringerte sich um 1,2 Tage (von 7,8 auf 6,6 Tage = 1,2 Tage) blieb aber immer noch signifikant, ebenso wie die Wartezeiten für alle anderen Behandlungen ( p 
    • Schwarze Frauen hatten ein schlechteres OS (94,3 % vs. 95,9 % bei Weißen; p 

Einschränkungen

  • Retrospektives Design als Beobachtungsstudie.