BCa: Häufigkeit von RAAS in landesweiter holländischer Kohorte bei 0,1 %

  • JAMA Oncology

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Laut einer holländischen landesweiten Kohorte tritt das strahleninduzierte Angiosarkom (RAAS), eine bekannte Komplikation der Radiotherapie (RT) bei Brustkrebs (BCa), mit einer Inzidenz von 0,1 % auf, hat eine mediane Latenzzeit von 8 Jahren und geht, bei Behandlung, mit einer 5-jährigen Rate des Gesamtüberlebens (OS) von 40,5 % einher.
  • Die Behandlung von RAAS sollte einen operativen Eingriff umfassen. Der Nutzen einer weiteren RT, hingegen, konnte nicht bestätigt werden.

Warum das wichtig ist

  • Erst landesweite Kohorte zu RAAS.
  • Aufgrund der niedrigen Inzidenz sollte eine internationale prospektive Studie zur Evaluierung der Ergebnisse durchgeführt werden.

Studiendesign

  • Retrospektive, populationsbasierte, landesweite Kohorte (n = 296.577) von Patientinnen mit BCa, die nach einem operativen Eingriff für BCa im Stadium I–III entweder eine RT erhielten oder nicht (1989–2015).
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung nach der BCa-Diagnose lag bei 7,7 Jahren.
  • Bei Patientinnen, die keine RT erhielten, fand sich kein RAAS.
  • Ein RAAS wurde in der Brust und/oder in der Brustwand von Patientinnen entdeckt, die eine RT erhalten hatten; die Inzidenz lag bei 0,1 % (209/184.823).
  • Die mediane Latenzzeit von der RT bis zur Entstehung eines RAAS betrug 8 Jahre (Bereich: 3–20 Jahre).
  • Die Behandlung umfasste nur einen operativen Eingriff (79,4 %), eine Operation plus RT (9,1 %) und Chemotherapie oder nur RT (2,9 %).
  • Die 5- und 10-jährige Rate des OS betrug unabhängig von der Behandlung 40,5 % bzw. 25,2 %.
  • Eine zusätzliche RT zur Behandlung (vs. reinem operativen Eingriff) konnte das Überleben nicht verlängern (HR: 0,61; 95 %-KI: 0,28–1,34).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.