Barrett-Ulkus: Daten stützen Überwachung auf unbestimmte Dysplasien

  • Krishnamoorthi R & al.
  • Gastrointest Endosc
  • 14.08.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei einem Barrett-Ulkus ist das Risiko einer Progression zu einer hochgradigen Dysplasie (HGD) oder einem ösophagealen Adenokarzinom (EAC) mit unbestimmter Dysplasie (BE-IND) vergleichbar mit dem bereits gemeldeten Risiko einer niedriggradigen Dysplasie (BE-LGD).

Warum das wichtig ist

  • Die Befunde stützen die Richtlinien des American College of Gastroenterology für eine endoskopische Überwachung auf eine BE-IND alle 12 Monate, die auf Expertengutachten beruhten.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 8 Studien an Patienten mit einer BE-IND (n = 1441).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • HGD und/oder EAC mit einer gepoolten Inzidenz von 1,5 (95 %-KI: 1,0–2,0) pro 100 Personenjahre im Rahmen einer Verlaufskontrolle von 5306,2 Personenjahren (moderate Heterogenität, I2 = 56,5 %).
    • HGD- und/oder EAC-Risikoabschätzung für BE-LGD: 0,5 %.
  • EAC mit einer gepoolten Inzidenz von 0,6 (95 %-KI: 0,1–1,1) pro 100 Personenjahre (beträchtliche Heterogenität, I2 = 89,0 %).
    • EAC-Risikoabschätzung für BE-LGD: 1,7 %.
  • Die EAC-Häufigkeit war in Europa höher als in Nordamerika (0,9 % gegenüber 0,1 %; p = 0,01).
  • Die gepoolte Inzidenz von LGD bei BE-IND betrug 11,4 pro 100 Personenjahre (95 %-KI: 0,06–0,2; I2 = 83,6 %).

Einschränkungen

  • Metaanalyse unter Annahme einer konstanten Inzidenzrate.
  • Möglicher Bias durch falsche Klassifizierungen in den aufgenommenen Studien.