Barrett-Ösophagus: neue Empfehlungen für Screening und Kontrolle

  • Qumseya B & al.
  • Gastrointest Endosc
  • 01.09.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Amerikanische Gesellschaft für Gastroenterologische Endoskopie (ASGE) hat aktualisierte Leitlinien für das Screening und die Überwachung des Barrett-Ösophagus (BE) herausgegeben.

Warum das wichtig ist

  • Die neuesten Fortschritte hatten die Begrenztheit der bisherigen Screening- und Kontrollprogramme zum Thema.

Wesentliche Punkte

  • Eine Überwachung sollte bei Patienten mit nicht-dysplastischem BE durchgeführt werden (bedingte Empfehlung).
  • Es gibt keine ausreichende Evidenz, um ein Screening für BE zu empfehlen, aber falls es durchgeführt wird, sollte es die Identifizierung von Personen mit einer Familienanamnese hinsichtlich ösophagealem Adenokarzinom oder BE einschließen sowie Patienten mit GERD und ≥ 1 zusätzlichem Risikofaktor.
  • Überwachung:
    • Eine Chromoendoskopie sollte verwendet werden mit virtueller Chromoendoskopie und Probebiopsie nach Seattle-Protokoll, im Gegensatz zu Weißlicht-Endoskopie mit Probebiopsie nach Seattle-Protokoll (starke Empfehlung).
    • Weißlicht-Endoskopie mit Probebiopsie nach Seattle-Protokoll sollte bevorzugt gegenüber konfokaler Laser-Endomikroskopie eingesetzt werden (bedingte Empfehlung).
  • Endoskopischer Ultraschall sollte nicht routinemäßig zur Unterscheidung von mukösen und submukösen Erkrankungen bei Patienten mit BE und hochgradiger Dysplasie/intramukösem Karzinom oder Knoten eingesetzt werden (starke Empfehlung).
  • Wenn ein BE bekannt ist oder vermutet wird, wird eher eine großflächige Probeentnahme mit Computer-assistierter 3-dimensionaler Analyse und Biopsie nach Seattle-Protokoll empfohlen als eine Weißlicht-Endoskopie und Probebiopsie nach Seattle-Protokoll (bedingte Empfehlung).
  • Es gibt nur ungenügende Evidenz zur Empfehlung eines routinemäßigen Einsatzes von volumetrischer Laser-Endomikroskopie zur Überwachung von Patienten mit BE.