Bald gibt es die Zuschläge für TSS-Patienten


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Berlin (pag) – Ab September gibt es bei der Behandlung von Terminservice-Patienten endlich auch die Zuschläge. Damit das Honorar fließt, muss bei der Abrechnung auf die richtigen Ziffern und Buchstaben geachtet werden.

 

Damit die Terminservicestellen (TSS) Patienten möglichst schnell in den Praxen unterbringen können, hat der Gesetzgeber im Terminservice- und Versorgungsgesetz bekanntlich neue Anreize für Ärzte und Psychotherapeuten gesetzt. So werden seit Mai alle Leistungen im Behandlungsfall bei „TSS-Terminfällen“ extrabudgetär vergütet. Im September kommt nun ein zweites Bonbon dazu: der Zuschlag auf die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, der je nach Wartezeit der Patienten zwischen 20 und 50 Prozent beträgt.

Abgerechnet wird der Zuschlag von Vertragsärzten und Psychotherapeuten nach Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung folgendermaßen: Angesetzt werden muss die EBM-Ziffer für die „Zusatzpauschale TSS-Terminvermittlung“, die für Hausärzte zum Beispiel unter der Nummer 03010 oder für HNO-Ärzte unter der 09228 steht. Zusätzlich zu der EBM-Nummer ist der Buchstabe A, B, C oder D anzugeben, der die Höhe des Zuschlags bestimmt und sich nach der Länge der Wartezeit auf den Termin richtet. A (50 Prozent Zuschlag) steht für den TSS-Akutfall, d.h. Patienten bekommen innerhalb von 24 Stunden einen Termin in der Praxis. B (ebenfalls 50 Prozent) geben Ärzte an, wenn sie eine Behandlung innerhalb von acht Tagen anbieten können. Mit C (30 Prozent) wird eine Wartezeit von neun bis 14 Tage, mit D (20 Prozent) eine Wartezeit von 15 bis 35 Tage markiert. Damit Praxen die richtigen Buchstaben ansetzen können, teilen ihnen die TSS mit, an welchem Tag die Patienten sich an sie gewandt haben.

Link: https://www.kbv.de/html/1150_41594.php