Avelumab zeigt Wirksamkeit beim Mismatch-Repair-defizienten Endometriumkarzinom

  • Konstantinopoulos PA & al.
  • J Clin Oncol
  • 28.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Avelumab zeigt Wirksamkeit bei Patienten mit immunhistochemisch (IHC) identifiziertem Mismatch-Repair (MMR)-defizientem Endometriumkarzinom unabhängig vom programmed death-ligand 1 (PD-L1)-Status.

Warum das wichtig ist

  • IHC kann nützlich für die Patientenselektion sein.
  • Die Ergebnisse bedürfen einer weiteren Evaluation von Avelumab bei MMR-defizienten Patienten.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie zur Untersuchung von Avelumab bei 31 Patienten mit Endometriumkarzinom, die eingeteilt waren in:
    • MMR-defiziente Kohorte: immunhistochemischer Verlust der Expression von ≥1 MMR Proteine±Polymerase epsilon Mutation; und
    • MMR-profiziente Kohorte: normale immunhistochemische Expression aller MMR Proteine.
  • Finanzierung: Merck KGaA/Pfizer Alliance.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die MMR-profiziente Kohorte wurde nach der ersten Phase aufgrund eines fehlenden Nutzens beendet; 1 Patient zeigte objektive Response.
  • Kein Patient der MMR-defizienten Kohorte hatte eine dokumentierte Polymerase epsilon-Mutation.
  • Die MMR-defiziente Gruppe erreichte die vorab festgelegten Kriterien für den primären Endpunkt:
    • Objektive Responserate war 26,7% (95% KI 7,8%-55,1%).
    • 40,0% (95% KI 16,3%-66,7%) der Patienten ereichten ein PFS von  ≥6 Monaten (PFS6).
    • IHC identifizierte alle MMR-defizienten Fälle, die durch Polymerase-Kettenreaktion und Next Generation Sequencing festgestellt wurden.
    • Alle Patienten mit objektiver Response und 5 Patienten mit PFS6 hatten 3 oder mehr Behandlungslinien.
  • Alle Patienten mit objektiver Response und 5 Patienten mit PFS6-Response wurden bei PD-L1-negativen Tumoren beobachtet.
  • 19,4% der Patienten entwickelten behandlungsbedingte Toxizitäten Grad 3.

Einschränkungen

  • Kleine Studie.