Auswirkungen der familiären Vorgeschichte auf Migränetyp mit oder ohne Aura unterscheiden sich je nach Geschlecht

  • Hsu YW & al.
  • PLoS ONE
  • 01.01.2020

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Migräne in der familiären Vorgeschichte ist mit einem signifikant früheren Einsetzen der Migräne assoziiert, insbesondere ohne Aura und bei Frauen.
  • Bei männlichen Patienten mit episodischer Migräne liegt häufiger eine Migräne in der familiären Vorgeschichte vor als bei solchen mit chronischer Migräne ohne Aura.

Warum das wichtig ist

  • Bei Personen mit Migräne in der familiären Vorgeschichte bestand im Vergleich zu Patienten ohne Migräne in der familiären Vorgeschichte eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für Migräne.

Studiendesign

  • Querschnittsstudie mit 1.184 Teilnehmern (Alter: 20–60 Jahre), darunter 885 mit und 299 ohne Migräne, die 2015–2018 durchgeführt wurde.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Familienanamnese war mit einem jüngeren Alter bei Krankheitsbeginn verknüpft:
    • 20,7 vs. 22,9 Jahre (p = 0,002).
  • Dieser Zusammenhang mit einem früheren Beginn war besonders deutlich:
    • Ohne Aura: 21 vs. 23,7 Jahre mit Aura (p = 0,002) und
    • Bei Frauen: 20,9 vs. 23,9 Jahre (p = 0,002).
  • Eine familiäre Vorgeschichte war bei männlichen Patienten mit episodischer Migräne häufiger als bei solchen mit chronischer Migräne:
    • 49,5 % vs. 26 % (p 
  • Dies war besonders häufig bei männlichen Patienten mit episodischer Migräne im Vergleich zu solchen mit chronischer Migräne ohne Aura:
    • 21,9 % mit chronischer vs. 50,3 % mit episodischer Migräne (p = 0,003).
  • Bei weiblichen Patienten mit Aura lag bei episodischer Migräne häufiger als bei chronischer Migräne eine entsprechende familiäre Vorgeschichte vor:
    • 58,7 % mit chronischer vs. 73,7 % mit episodischer Migräne (p = 0,048).

Einschränkungen

  • Daten beruhen auf Selbstauskunft-Fragebogen und Befragungen.