Auf Spahns Liste: Abrechnungsprüfung des MDK

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Berlin (pag) – Die Agenda von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist lang. Jetzt will er sich auch um die Abrechnungsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) kümmern.

Neben Vorhaben wie der Psychotherapeuten- und Hebammenausbildung oder der Reform des morbiditätsbedingten Risikostrukturausgleichs plant der Minister, auch die Abrechnungsprüfungen des MDK von seinen Mitarbeitern näher unter die Lupe nehmen lassen zu wollen. Hier gebe es ein Problem, sagt Spahn auf dem Fachärztetag des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands (SpiFa), „darum werden wir dazu etwas machen“. Auch die Approbationsordnung für Ärzte werde überarbeitet werden, darüber „werden wir Mitte des Jahres reden“, sagt der Minister. Die Digitalisierung erfordere Überarbeitungen, damit die Approbation auch „2025 noch funktioniert“. „Das möchte ich gerne mit ihnen gestalten“, sagt Spahn zu den vielen Zuhörern.

In seiner Eröffnungsrede zum Fachärztetag legt der Minister aus eigener Sicht ein „klares Bekenntnis“ zur Freiberuflichkeit der Ärzte und zur Institution der Selbstverwaltung ab. Gegen und ohne die Vertragsärzte sei es nicht möglich, die derzeitige Gesundheitsversorgung auf dem bestmöglichen Stand anzubieten. Spahn verteidigt die Regelungen im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Zum Beispiel die Anhebung der Mindestsprechstundenzeiten von 20 auf 25 Stunden sei zum einen das Ergebnis „koalitionären Miteinanders“ und zum anderen für die 95 Prozent der Vertragsärzte kein Problem, da sie ohnehin länger arbeiteten. SpiFa-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Heinrich lobt das TSVG als Paradigmenwechsel, da es unter anderem für einen Teil der Fachärzte den Einstieg in den Ausstieg aus der Budgetierung bringe. Gleichzeitig schränke das Gesetz aber die Selbstverwaltung weiter ein, kritisiert Heinrich mit Blick auf die Änderung der Gesellschaftsanteile in der gematik, die zugunsten des Gesundheitsministeriums vorgenommen werden.