ATS gibt klinische Praxisleitlinie für das pharmakologische Management von COPD heraus

  • Nici L & al.
  • Am J Respir Crit Care Med
  • 13.04.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Die American Thoracic Society (ATS) hat eine klinische Praxisleitlinie für das pharmakologische Management von COPD herausgegeben.

Warum das wichtig ist

  • Die Leitlinie soll die Lebensqualität (QoL) und die Symptomkontrolle verbessern und gleichzeitig die Häufigkeit von Exazerbationen senken.

Studiendesign

  • Expertenüberprüfung auf Grundlage der Zusammenarbeit von COPD-Ärzten und -Forschern mit einem Team von Methodologen.
  • Empfehlungen, die 4 Hauptfragen ansprechen, wurden mittels GRADE formuliert.
  • Finanzierung: ATS.

Wesentliche Empfehlungen

  • Bei COPD-Patienten, die über Dyspnoe oder Belastungsintoleranz klagten:
    • Es soll eine Kombinationsbehandlung aus einem lang wirksamen β2-Agonisten (LABA) und einem lang wirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) anstelle einer Monotherapie mit LABA oder LAMA angewendet werden.
    • Falls diese Symptome trotz Kombinationstherapie bestehen bleiben, sollen bei jenen mit ≥ 1 Exazerbation im Vorjahr, die Antibiotika oder orale Steroide oder Krankenhausaufenthalte erforderten, zusätzlich zur Kombinationstherapie inhalative Kortikosteroide gegeben werden (somit Dreifachtherapie).
  • Die inhalativen Kortikosteroide sind abzusetzen, wenn im vergangenen Jahr keine Exazerbationen auftraten.
  • Bei Patienten mit häufigen und schweren Exazerbationen im Verlauf einer optimalen Therapie soll keine Erhaltungstherapie mit oralen Kortikosteroiden angewendet werden.
  • Bei Patienten mit fortgeschrittener refraktärer Dyspnoe soll trotz ansonsten optimaler Therapie eine opioidbasierte Therapie in Betracht gezogen werden.

Einschränkungen

  • Alle außer 1 Empfehlung (die erste) galten eher als bedingt als ausdrücklich.