ATS 2019—Schlafbezogene Atemstörung während der Schwangerschaft mit erhöhtem Glukosespiegel verknüpft


  • Tara Haelle
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Eine schlafbezogene Atemstörung (SDB) bei werdenden Müttern wird mit einem erhöhten nächtlichen Glukosespiegel assoziiert und kann die Glukosekontrolle während der Schwangerschaft verkomplizieren.

Warum das wichtig ist

  • Die SDB tritt bei werdenden Müttern im Laufe der Schwangerschaft verstärkt auf und ist mit einem Risiko für Gestationsdiabetes mellitus (GDM) assoziiert. Die Daten zur Assoziation zwischen SDB und Glukosespiegel können also die Strategien zur Glukosekontrolle beeinflussen.

Studiendesign

  • Querschnittsstudie mit 65 Schwangeren mit GDM, die sich einer Polysomnographie und einer kontinuierlichen Glukoseüberwachung über 72 Stunden unterzogen.
    • Mittleres Alter: 35 Jahre, mittlerer BMI: 32 kg/m2, Mittelwert bezüglich der Schwangerschaftswoche: 29. SSW, 33 % wendeten Insulin/Metformin an. 
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittlerer Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI): 16,1
  • Mittlerer Sauerstoffentsättigungsindex: 3,0 
  • Der AHI hing vor der Adjustierung hinsichtlich Alter, BMI sowie Anwendung von Insulin/Metformin positiv mit dem mittleren 24-Stunden-Glukosewert (r = 0,28; p = 0,04) zusammen, aber nicht danach (p = 0,1).
  • Ein ansteigender AHI wies nach der Adjustierung eine positive Assoziation zwischen einem erhöhten Glukosespiegel während des Schlafs zu einem frühen nächtlichen Zeitpunkt (23 Uhr–3 Uhr; Β = 0,02; p = 0,04) und einem erhöhten Glukosespiegel während des Schlafs zu einem späten nächtlichen Zeitpunkt (3–6 Uhr; Β = 0,02; p = 0,02) auf. 
  • Keine Assoziation zwischen dem AHI und dem Glukosespiegel tagsüber (8 Uhr–20 Uhr).
  • Adjustiertes Prognosemodell: „Es wird erwartet, dass es bei“ 30-jährigen Schwangeren, die keine Medikamente anwenden und einen AHI von ≥ 30 und einen BMI von 30 aufweisen, „zu einem Anstieg des mittleren nächtlichen Glukosespiegels von ~ 12 % kommt“ im Vergleich zu keiner SDB.