ATS 2019—Linksherzinsuffizienz wird bei Patienten mit COPD möglicherweise zu wenig oft erkannt


  • Tara Haelle
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Patienten mit COPD und Befunden einer Linksherzinsuffizienz in einem Echokardiogramm weisen geringe Raten in Bezug auf den Einsatz von Medikamenten gegen Herzinsuffizienz auf, was auf eine unzureichende Aufdeckung und Behandlung der Herzinsuffizienz hindeutet.

Warum das wichtig ist

  • Kardiovaskuläre Komorbiditäten gehen mit einer Verschlechterung der Morbidität und der Ergebnisse von Patienten mit COPD einher, doch die Diagnose einer Linksherzinsuffizienz ist schwierig, da sich ihre Symptome mit den COPD-Symptomen überschneiden.

Studiendesign

  • Vergleich der Echokardiogramme und der pharmakologischen Befunde von 1591 Patienten mit COPD im Rahmen der deutschen COSYCONET-Kohorte mit und ohne mutmaßliche systolische Linksherzinsuffizienz gemäß Definition als echokardiografischem Befund einer Auswurffraktion des linken Ventrikels (LVEF) von ≤ 50 Prozent oder eines linksventrikulären enddiastolischen Durchmessers (LVEDD) von > 56 mm. 

Wesentliche Ergebnisse

  • 54,1 Prozent der Patienten wiesen eine arterielle Hypertonie auf.
  • 15 Prozent hatten gemäß Echokardiogramm eine systolische Herzinsuffizienz (n = 239).
  • Die FEV1 war bei Patienten mit Herzinsuffizienz leicht schlechter als ohne (55 % gegenüber 58 %; p = 0,039).
  • Patienten mit Herzinsuffizienz im Vergleich zu jenen ohne Herzinsuffizienz:
    • Ähnlicher Einsatz von Diuretika (21,8 % gegenüber 17,2 %; p = 0,099).
    • Vermehrter Einsatz von Hemmern des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS-Hemmer) (50,2 % gegenüber 42,0 %; p = 0,029).
    • Vermehrter Einsatz von Betablockern (31,8 % gegenüber 19,2 %; p 
  • Unter Ausschluss von Patienten mit isolierter Hypertonie nahmen 38 Prozent der Patienten mit einer LVEF von ≤ 50 Prozent und 53 Prozent der Patienten mit einem LVEDD von > 56 mm keine Medikamente gegen Herzinsuffizienz ein.