Atezolizumab-Bevacizumab-Kombination wirksam beim histologisch abweichenden oder sarkomatoiden Nierenzellkarzinom.

  • McGregor BA & al.
  • J Clin Oncol
  • 13.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Atezolizumab-Bevacizumab ist gut verträglich und zeigt bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) und abweichender Histologie oder mit ≥20% sarkomatoider Differenzierung objektive Response.
  • Patienten mit programmed death ligand 1 (PD-L1)-positiven Tumoren erreichen eine signifikant höhere objektive Responserate (ORR).

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse betonen die Notwendigkeit, Kombinationen von Immuncheckpoint-Inhibitoren zu prüfen, um das Outcome bei diesen Patienten mit akutem klinischen Bedarf zu verbessern.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie mit 60 Patienten mit fortgeschrittenem RCC und abweichender Histologie oder einer RCC-Histologie mit ≥20% sarkomatoider Differenzierung, die mit Atezolizumab-Bevacizumab behandelt wurden.
  • Primäres Outcome: ORR.
  • Finanzierung: Roche; Genentech.

Wesentliche Ergebnisse

  • Durchschnittliches Follow-up: 13 Monate.
  • 65% der Patienten waren behandlungsnaiv.
  • Die allgemeine ORR war 33%.
  • ORR betrug 50% bei Patienten mit klarzelligem RCC und sarkomatoider Differenzierung und 26% bei jenen mit histologisch abweichendem RCC (p=0,13).
  • Das mittlere PFS betrug 8,3 Monate (95% KI 5,7-10,9).
  • ORR bei PD-L1-positiven Patienten war 60% vs. 19% bei PD-L1-negativen Patienten (p=0,01).
  • 33% der Patienten berichteten über behandlungsbedingte Nebenwirkungen Grad 3.
  • Die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen waren Fatigue, Proteinurie, Schmerzen des Bewegungsapparates, Diarrhoe und Rash.
  • Die QoL konnte über die Studiendauer hinweg erhalten werden.

Einschränkungen

  • Keine Vergleichsgruppe.
  • Kleine Fallzahl.