ASTRO/ASCO/AUA-Richtlinien befürworten EBRT bei Prostatakarzinom im Frühstadium

  • Morgan SC & al.
  • J Clin Oncol
  • 11.10.2018

  • Oncology guidelines update
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Erkenntnis

  • Die American Society for Radiation Oncology (ASTRO), die American Society of Clinical Oncology (ASCO) und die American Urological Association (AUA) gaben eine gemeinsame Empfehlung für eine hypofraktionierte externe Strahlentherapie (EBRT) mit kürzerer Dauer bei Männern mit Prostatakarzinom im Frühstadium als Alternative zur konventionellen Fraktionierung heraus.

Wesentliche Empfehlungen

  • Patienten eine moderate Hypofraktionierung als Alternative zur konventionellen Fraktionierung anbieten, die sich für EBRT entscheiden, unabhängig von Alter, Komorbidität, Anatomie oder Harnfunktion.
    • Vorgeschlagene Schemata: 6.000 cGy (20 Fraktionen bis 300 cGy) und 7.000 cGy (28 Fraktionen bis 250 cGy).
  • Ärzte sollten über eine Verlängerung der Nachbeobachtung über 5 Jahre hinaus sprechen.
  • Patienten über das leicht erhöhte Risiko einer akuten gastrointestinalen Toxizität aufklären.
  • Ein moderat hypofraktioniertes Schema wird für spezifische Risikogruppen nicht als Alternative empfohlen.
  • Ultrahypofraktionierung für Patienten mit niedrigem Risiko, nicht aber mit hohem Risiko erwägen.
    • 3.500–3.625 cGy (5 Fraktionen von 700–725 cGy) können Patienten mit niedrigem/intermediärem Risiko mit Prostatagrößen von 3 angeboten werden; Dosen mit > 3.625 cGy werden außerhalb eines klinischen Settings nicht empfohlen.
    • Eine Ultrahypofraktionierung mit 5 Fraktionen der Prostata in aufeinanderfolgenden täglichen Behandlungen wird nicht empfohlen.
  • Restriktionspunkte ≥ 2 Dosisvolumen für Rektum und Blase (am Ende der Hochdosis und nahe dem Mittelpunkt der Gesamtdosis) verwenden.
  • Von jeder Abweichung vom Zielvolumen und damit assoziierten Randdefinitionen wird abgeraten, besonders bei Schemata mit Ultrahypofraktionierung.
  • Eine bildgestützte Radiotherapie wird generell empfohlen.