ASRM 2019 — sogar eine limitierte Opioidanwendung kann die Fortpflanzung beeinträchtigen


  • Daniel M. Keller, Ph.D
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Selbst eine begrenzte Opioidanwendung ohne Abhängigkeit kann vor und während der Empfängnisphase die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen und das Risiko für einen Verlust der Schwangerschaft in der Empfängnisphase erhöhen.

Warum das wichtig ist

  • Die Anwendung verschreibungspflichtiger Opioide ist bei Frauen im gebärfähigen Alter gestiegen.
  • Obwohl bekannt ist, dass die Anwendung von Opioiden während der Schwangerschaft nachteilig ist, waren die Risiken einer eingeschränkten Opioidanwendung in der Phase vor der Empfängnis und in der frühen Schwangerschaft bisher unklar.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 1.228 Frauen aus der Studie zur Auswirkung von Aspirin auf die Gestation und Reproduktion.
  • Frauen mit 1–2 vorhergehenden Schwangerschaftsverlusten wurden per Zufallsverfahren einer Behandlung mit niedrig dosiertem Aspirin oder Placebo vor der Empfängnis zugewiesen.
  • Gemessen wurden die Opioidkonzentrationen im Urin in der Phase vor der Empfängnis sowie nach 4 und 8 Schwangerschaftswochen bei den Frauen, die schwanger wurden.
  • Frauen gaben selbst Auskunft zur Anwendung von Opioiden.
  • Die Studie wurde vom Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development gefördert.

Wesentliche Ergebnisse

  • Anwendung vor der Empfängnis: positiver Urin: 9,0 %; Selbstauskunft zur Anwendung: 13,6 %; Urin oder Selbstauskunft: 19,8 %.
  • Positiver Urin in den Wochen 4 oder 8: 33/683 Schwangerschaften (4,8 %).
  • Opioidanwendung bei Nutzern: 79 % einmal, 15 % zweimal, 6 % 3–4 Mal.
  • Die häufigsten Opioide laut Selbstauskunft: 53 % Hydrocodon, 29 % Oxycodon.
  • Nur die Kombination eines Urinnachweises mit den Selbstauskünften über eine Anwendung vor der Empfängnis zeigte eine geringere Fruchtbarkeit: OR: 0,76 % (95 %-KI: 0,61‒0,94).
  • Nur ein positiver Nachweis im Urin erhöhte das Risikoverhältnis (RR) für einen Verlust der Schwangerschaft: Verwendung in Woche 4 der Schwangerschaft, RR: 2,10 (95 %-KI: 1,08–4,08); in den Wochen 4 oder 8, RR: 2,60 (95 %-KI: 1,32–5,12).
  • Keine Auswirkung der Opioidanwendung auf Lebendgeburten.

Einschränkungen

  • Potenzielle Verzerrung und/oder Erinnerungsfehler bei Selbstauskunft
  • Ergebnisse nicht mit bestimmten Opioiden korreliert