ASRM 2019 — aktualisierte Richtlinien zum Embryotransfer limitieren Mehrlingsschwangerschaft


  • Daniel M. Keller, Ph.D
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • 2017 veröffentlichten die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) und die Society for Assisted Reproductive Technology (SART) überarbeitete Richtlinien für die Limitierung der Anzahl von Embryos, die während einer In-vitro-Fertilisation transferiert werden.
  • Die Richtlinien haben die Anzahl der Zwillingsschwangerschaften und Zwillingsgeburten erfolgreich und ohne Veränderung der Lebendgeburtenrate reduziert.

Warum das wichtig ist

  • Mehrlingsschwangerschaften stellen potenzielle Komplikationsrisiken für Föten und Mütter dar.
  • Vorherige Richtlinien erlaubten den Transfer von 2 Embryonen bei Frauen im Alter von 
  • Die neuen Richtlinien erlauben die Übertragung von 2 Embryonen nur nach mehreren fehlgeschlagenen Transferzyklen bei Patientinnen mit guter Prognose.
  • Die überarbeiteten Leitlinien halfen dabei, diese Risiken zu verringern, während die vor ihrer Umsetzung bestehenden Raten an Lebendgeburten aufrechterhalten wurden.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie unter Verwendung von SART-Daten und Daten des Walter Reed National Military Medical Center (WRNMMC).
  • Die Klinik der WRNMMC überträgt Embryos nur gemäß den ASRM-Richtlinien.
    • Analyse von Frauen im Alter von 
    • Genetische Testverfahren vor der Implantation und Spender-Eizellen wurden ausgeschlossen.
  • Finanzierung: Internationale Finanzierung durch WRNMMC und das National Institute of Child Health and Human Development.

Wesentliche Ergebnisse

  • 367 Lebendgeburten der WRNMMC wurden analysiert.
    • Alle Vergleiche beziehen sich auf vor vs. nach Einführung der neuen Richtlinien.
    • Anzahl der Embryotransfers pro Patientin: 1,0 vs. 1,38 (p = 0,001).
    • Lebendgeburtenrate pro Transfer: 50,3 % vs. 46,9 % (p = 0,31).
    • Klinische Rate der Zwillingsschwangerschaften: 2,5 % vs. 14,2 % (p 
    • Rate der Lebendgeburten von Zwillingen: 2,5 % vs. 12,5 % (p 
    • Es traten keine Mehrlingsschwangerschaften höherer Ordnung auf.
  • Lebendgeburten von Zwillingen: nationale SART-Daten (nach vs. vor neuen Richtlinien).
    • Patientinnen im Alter von  90.000 Eizellgewinnungszyklen).
    • Patientinnen im Alter von 35–37 Jahren: 12,0 % vs. 15,6 % (p  50.000 Eizellgewinnungszyklen).

Einschränkungen

  • SART-Daten waren nicht exakt mit den Aufzeichnungen der WRNMMC vergleichbar, da die SART nicht auf Patientinnen mit einem vorhergehenden Transferzyklus beschränkt war.
  • Möglicherweise ist dies der Grund für eine geringere Reduzierung der Zwillingsschwangerschaftsrate.