Aspirin und COX-2-Inhibitoren reduzieren beide das Risiko für Brustkrebs

  • Kehm RD & al.
  • Breast Cancer Res
  • 18.04.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die regelmäßige Verwendung von Aspirin und COX-2-Inhibitoren war bei Frauen mit familiärer oder genetischer Vorbelastung mit signifikanten Abnahmen im Risiko für Brustkrebs assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Diese Zusammenhänge bestanden unabhängig vom familiären oder genetischen Risiko, was den Schluss zulässt, dass die regelmäßige Verwendung von Aspirin und COX-2-Inhibitoren einen noch größeren Nutzen für Frauen mit diesen Risiken haben könnte.

Studiendesign

  • Prospektive Kohorte von 5.606 Frauen ohne Brustkrebs-Vorgeschichte und eine kombinierte retrospektive-prospektive Kohorte von 8.233 Frauen mit und ohne Brustkrebs-Vorgeschichte.
  • Finanzierung: National Cancer Institute der USA; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die regelmäßige Aspirinverwendung wurde mit einem niedrigeren Brustkrebs-Risiko in der kombinierten Kohorte (HR: 0,63; 95 %-KI: 0,57–0,71) assoziiert, erreichte jedoch in der prospektiven Kohorte keine statistische Signifikanz (HR: 0,61; 95 %-KI: 0,33–1,14).
  • Die regelmäßige Verwendung von COX-2-Inhibitoren wurde mit einem signifikant gesenkten Brustkrebs-Risiko sowohl in der kombinierten Kohorte (HR: 0,39; 95 %-KI: 0,15–0,97) als auch in der prospektiven Kohorte assoziiert (HR: 0,29; 95 %-KI: 0,23–0,38).
  • Vergleichbare Zusammenhänge fanden sich bei Stratifikation in Frauen ohne bekannte Mutationen und solche mit einem BRCA1- und BRCA2-Status als auch nach Östrogenrezeptorstatus und Altersstatus.
  • Kein Zusammenhang zeigte sich mit der Verwendung von NSAR oder Paracetamol.

Einschränkungen

  • Keine Daten zur Dosierung und nur begrenzt Daten zur Verwendungsdauer.