ASM Microbe 2019 — Cholera-Erreger klammern sich an Meerschwimmer


  • Emily Willingham, PhD
  • Conference Reports
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Wer im Meer schwimmt, verändert seine Hautflora und nimmt neue bakterielle Stämme auf, darunter Angehörige der Gattung Vibrio, zu denen auch Cholera-Bakterien gehören.

Warum das wichtig ist

  • Die in dieser Studie untersuchten Schwimmer trockneten sich an der Luft und spülten das Salzwasser nicht ab, was darauf hindeutet, dass Duschen eine sinnvolle Präventionsmaßnahme sein könnte, da Aktivitäten im Meer mit Haut- und anderen Infektionen verknüpft werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nachdem sie sich an der Luft getrocknet hatten, wiesen alle Teilnehmer noch 24 Stunden nach dem Schwimmen Bakterien aus dem Meer auf.
  • Die Gattung der Vibrionen, zu denen auch Cholera-Bakterien gehören, wurden auf allen Studienteilnehmern bis zu 6 Stunden nach dem Schwimmen nachgewiesen.
  • Der Anteil an Vibrionen war auf der menschlichen Haut (bis zu 10-mal) größer als im Meer, was laut den Verfassern darauf hindeutet, dass diese Bakterien eine spezifische Affinität für Haut haben. 
  • Nach 24 Stunden war bei allen Teilnehmern langsam wieder die übliche Flora vorherrschend.

Studiendesign

  • Ein Abstrich der Waden von neun Teilnehmern wurde vor sowie 10 Minuten, 6 Stunden und 24 Stunden nach dem Schwimmen im Meer vorgenommen.
  • Die Teilnehmer verwendeten kein Sonnenschutzmittel, hatten sonst nur beschränkt Kontakt mit Meerwasser und hatten in den 12 Stunden zuvor nicht gebadet und innerhalb von 6 Monaten keine Antibiotika eingenommen. 

Einschränkungen

  • Die Ergebnisse wurden ohne Peer-Review an einer Konferenz vorgestellt, und die Studie war recht klein angelegt.