ASH 2019 — Peripheres T-Zell-Lymphom: Nivolumab zeigt moderate Aktivität


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Nivolumab hat eine moderate klinische Aktivität bei Patienten mit einem refraktären oder rezidivierenden peripheren T-Zell-Lymphom (PTCL), ist aber mit einer signifikanten hyperprogressiven Erkrankung assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Das PTCL weist im Vergleich zu B-Zell-Lymphomen eine schlechtere Prognose auf.
  • Die Ergebnisse bei Patienten mit refraktärem oder rezidivierendem PTCL sind mit aktuellen Behandlungen schlecht.
  • Nivolumab wird aufgrund von unerwünschten Ereignissen weiterhin untersucht. 

Studiendesign

  • Studie der Phase II an 12 Patienten mit refraktärem oder rezidivierendem PTCL, die mit Nivolumab behandelt wurden (240 mg intravenös [i.v.] alle 2 Wochen über 8 Zyklen hinweg und danach 480 mg i.v. alle 4 Wochen).
  • Die primäre Zielsetzung war die Gesamtansprechrate (ORR), die als Anteil der Patienten definiert wurde, die innerhalb von 12 Behandlungszyklen entweder ein partielles Ansprechen (PR) oder ein komplettes Ansprechen (CR) erreichten.
  • Sekundäre Zielsetzungen: Progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS). 
  • Finanzierung: Bristol-Myers Squibb.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die ORR betrug 33 % (95 %-KI: 12,3–63,7 %).
    • 1 CR wurde bei einem Patienten mit einem ALK-negativen anaplastisch-großzelligen Lymphom festgestellt.
    • 2 PR: 1 bei einem Patienten mit einem nicht anderweitig spezifizierten PTCL und 1 bei einem Patienten mit einem enteropathie-assoziierten T-Zell-Lymphom.
    • 1 CR wurde bei einem Patienten mit einem angioimmunoblastischen T-Zell-Lymphom berichtet.
  • Das mediane gesamthafte PFS lag bei 1,9 Monaten (95 %-KI: 1,5–8,7 Monate).
  • Das mediane OS betrug 7,9 Monate (95 %-KI: 3,4–10,8 Monate).
  • 4 Patienten erlitten eine hyperprogressive Erkrankung (definiert als dramatischer Krankheitsprogress innerhalb von 1 Zyklus).
  • 41,7 % der Patienten erlitten nicht hämatologische unerwünschte Ereignisse mit Schweregrad ≥ 3 und 25 % erlitten hämatologische unerwünschte Ereignisse.

Einschränkungen

  • Kleine Teilnehmerzahl.