ASH 2019 — Multiples Myelom: Gamma-Sekretase-Inhibitor erhöht Antitumoraktivität von BCMA-CAR-T-Zellen


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Der Gamma-Sekretase-Inhibitor JSMD194, der in Kombination mit einer auf das B-Zellen-Maturations-Antigen (BCMA) abzielenden T-Zell-Therapie mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR-T) eingesetzt wird, könnte die Antitumorwirksamkeit bei Patienten mit einem rezidivierenden/refraktären multiplen Myelom erhöhen.

Warum das wichtig ist

  • Ein Verlust an BCMA wurde nach einer CAR-T-Zell-Therapie beobachtet und ist ein mutmaßlicher Weg für den Tumor, sich der Immunüberwachung zu entziehen; ein Gamma-Sekretase-Inhibitor kann die BCMA-Oberflächendichte und dadurch die CAR-T-Aktivität erhöhen. 
  • Eine längere Nachbeobachtung ist geboten. 

Studiendesign

  • 8 Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären multiplen Myelom wurden einer lymphozytenvernichtenden Chemotherapie mit anschließender BCMA-CAR-T-Zell-Infusion mit 5 × 107 EGFRt-positiven Zellen in Kombination mit JSMD194 (dreimal wöchentlich 25 mg) während 3 Wochen unterzogen.
  • Finanzierung: Juno Therapeutics; Sanofi; Celgene; Abbvie.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei 6 beurteilbaren Patienten betrug die beste Gesamtansprechrate 100 % (5 mit sehr gutem partiellem Ansprechen; 1 mit partiellem Ansprechen).
  • Kein Patient erlitt über eine mediane Nachbeobachtung von 5 Monaten (Bereich: 1–11 Monate) ein Rezidiv.
  • 1 Patient starb an einem Zytokin-Freisetzungssyndrom mit gleichzeitiger Pilzinfektion an Tag 33 nach der CAR-T-Zell-Infusion.
  • Das häufigste nicht hämatologische unerwünschte Ereignis mit Schweregrad ≥ 3 war neutropenisches Fieber (70 %). 
  • Alle Patienten erlitten ein Zytokin-Freisetzungssyndrom, das hauptsächlich einen Schweregrad von 1–2 erreichte (Lee-Kriterien), und 70 % litten an Neurotoxizität.

Einschränkung

  • Kleine Stichprobe.