ASH 2019 — Morbus Waldenström: Tirabrutinib ergibt hohes Ansprechen


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Tirabrutinib (ONO/GS-4059), ein Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation, ergibt eine hohe Ansprechrate bei Patienten mit nicht vorbehandeltem (TN) oder rezidivierendem/refraktärem (r./r.) Morbus Waldenström (Waldenströms Makroglobulinämie) mit kontrollierbarem Sicherheitsprofil.

Warum das wichtig ist

  • Morbus Waldenström ist ein unheilbares lymphoplasmozytisches Lymphom mit schlechten Ergebnissen, aber mit Ibrutinib, dem ersten von der FDA zugelassenen Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor, wurde ein günstiges Ansprechen beobachtet. 

Studiendesign

  • Eine prospektive, multizentrische Studie der Phase II an 27 Patienten (medianes Alter: 71 Jahre) mit TN (n = 18) oder r./r. (n = 9) Morbus Waldenström. 
  • Die Patienten erhielten einmal täglich 480 mg Tirabrutinib bis zur Krankheitsprogression, zu unannehmbarer Toxizität oder zum Tod. 
  • Primärer Endpunkt: Rate an gutem Ansprechen (MRR: ≥ partielles Ansprechen [PR]).
  • Sekundärer Endpunkt: Gesamtansprechrate (ORR: ≥ geringfügiges Ansprechen [MR]), Zeit bis zu einem guten Ansprechen (TTMR), Dauer des Ansprechens (DOR), progressionsfreies Überleben (PFS), Gesamtüberleben (OS) und Sicherheit. 
  • Finanzierung: Ono Pharmaceutical Co., Ltd.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 6 Monate.
  • Die MRR betrug 77,8 % (95 %-KI: 52,4–93,6 %) in der Gruppe mit TN-Erkrankung und 88,9 % (95 %-KI: 51,8–99,7 %) in der Gruppe mit r./r. Erkrankung. 
  • Die ORR betrug 94,4 % (95 %-KI: 72,7–99,9 %) in der Gruppe mit TN-Erkrankung und 100 % (95 %-KI: 66,4–100 %) in der Gruppe mit r./r. Erkrankung.
  • Medianwerte bei DOR, PFS und OS wurden nicht erreicht.
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (UE) jeden Schweregrades waren Ausschlag (41 %), Neutropenie (22 %) und Leukopenie (15 %).
  • Die häufigsten UE mit Schweregrad ≥ 3 waren Neutropenie (7,4 %), Leukopenie, Lymphopenie, atypische mykobakterielle Infektion, erythematöser Hautausschlag und Erythema multiforme (je 3,7 %).
  • Es wurde kein UE mit Schweregrad 4–5 berichtet.

Einschränkungen

  • Kleine Studiengruppe.