ASH 2019 — Morbus Waldenström: Idelalisib plus Obinutuzumab zeigt Wirkung


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Idelalisib plus Obinutuzumab zeigt klinische Aktivität mit einer objektiven Ansprechrate von 90 % bei Patienten mit rezidivierendem/refraktärem Morbus Waldenström (Waldenströms Makroglobulinämie).

 Warum das wichtig ist

  • Morbus Waldenström weist trotz der kürzlichen FDA-Zulassung des Tyrosinkinasehemmers Ibrutinib weiterhin schlechte Ergebnisse auf. 
  • Idelalisib, ein Inhibitor des Phosphoinositid-3-Kinase-Signalwegs, ergab kürzlich eine objektive Ansprechrate von 80 %.
  • Hierbei handelt es sich um die erste Studie zur Auswertung einer chemotherapiefreien neuartigen Kombination aus Idelalisib und Obinutuzumab.

Studiendesign

  • Zwischenanalyse der Phase-II-Studie Filo.
  • 49 Patienten mit rezidivierendem/refraktärem Morbus Waldenström erhielten zweimal täglich 150 mg Idelalisib und auf 1.000 mg titriertes Obinutuzumab über insgesamt sechs 28-tägige Zyklen während der Induktionsphase.
  • Idelalisib wurde während der Erhaltungsphase bis zu 2 Jahre lang fortgesetzt.
  • Finanzierung: Janssen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 18,3 Monate (Bereich: 14,9–23 Monate).
  • Die Gesamtansprechrate betrug 90 %, die Rate an gutem Ansprechen 76 % (sehr gutes partielles Ansprechen: 8 %; partielles Ansprechen: 68 %; minimales Ansprechen: 14 %).
  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 25,2 Monate. 
  • Die Rate des ein- und zweijährigen Gesamtüberlebens (1-Jahres- bzw. 2-Jahres-OS) betrug 98 % (95 %-KI: 94–100 %) bzw. 85 % (95 %-KI: 69–100 %). 
  • Die mediane Dauer des Ansprechens lag bei 21,8 Monaten.
  • 35 Patienten erlitten ≥ 1 unerwünschtes Ereignis mit Schweregrad ≥ 3 oder schwerwiegende unerwünschte Ereignisse.
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren Lebertoxizität, Diarrhö, Infektionen, Hauterkrankungen, Neutropenie, Anämie und Thrombopenie.
  • Die Studie läuft bei 29 Patienten weiter, die in die Erhaltungsphase übergegangen sind.

Einschränkungen

  • Kein Vergleichswirkstoff.
  • Die Befunde müssen in der abschließenden Analyse bestätigt werden.