ASH 2019 — Ixazomib mit Rituximab und Dexamethason wirksam bei Morbus Waldenström


  • W. Todd Penberthy, Ph.D.
  • Univadis
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine Kombinationsbehandlung mit Ixazomibcitrat, Rituximab und Dexamethason ist anwendbar und zeigt vielversprechende Wirksamkeit und kontrollierbare Toxizität bei Patienten mit rezidivierendem oder fortschreitendem Morbus Waldenström (Waldenströms Makroglobulinämie).

Warum das wichtig ist

  • Proteasom-Inhibitoren wie Bortezomib haben beträchtliche Wirksamkeit bei der Behandlung des fortschreitenden Morbus Waldenström gezeigt, aber Polyneuropathie ist ein häufiges Problem.
  • Die Zugabe von Dexamethason zu Ixazomib, einem alternativen Proteasom-Inhibitor, kann wirksam sein.

Studiendesign

  • Multizentrische Studie der Phase I/II an 60 Patienten mit rezidivierendem Morbus Waldenström, die mit Ixazomib, Rituximab und Dexamethason (IRD) behandelt wurden. 
  • Die Patienten erhielten wöchentlich 4 mg Ixazomibcitrat und 20 mg Dexamethason pro Woche in einem 28-tägigen Zyklus. 
  • Rituximab wurde in Zyklus 3 hinzugefügt.
  • Primärer Endpunkt der Phase II: Gesamtansprechrate nach 8 Induktionszyklen.
  • Finanzierung: Takeda Oncology, Roche und die niederländische Krebsgesellschaft.

Wesentliche Ergebnisse

  • Phase I: 4 mg Ixazomib waren anwendbar und wurden als Dosis in Phase II fortgesetzt.
  • Phase II: 50 Patienten wurden aufgenommen.
  • 39 Patienten schlossen 8 Zyklen einer Induktionstherapie ab.
  • 11 Patienten brachen die Behandlung aufgrund von Krankheitsprogression (n = 5), Toxizität (n = 3), interkurrentem Tod (n = 2) oder nicht ausreichendem klinischen Nutzen (n = 1) ab.
  • 74 % der Patienten erreichten den primären Endpunkt (≥ sehr gutes partielles Ansprechen [VGPR]: 16 %; ≥ partielles Ansprechen [PR]: 52 %; wenigstens minimales Ansprechen [MR]: 74 %).
  • Die beste Gesamtansprechrate betrug 88 % (komplettes Ansprechen: 2 %; VGPR: 22 %; PR: 44 %; MR: 20 %). 
  • Die mediane Nachbeobachtung dauerte 19,5 Monate (Bereich: 7–49 Monate).
  • Die mediane Ansprechdauer und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) wurden nicht erreicht. 
  • Der IgM-Spiegel sank bis Zyklus 2 signifikant von 3,93 auf 2,37 g/dl (p 
  • 15 Patienten erlitten insgesamt 21 schwerwiegende unerwünschte Ereignisse.
  • 6 Patienten starben:
    • 2 aufgrund von Krankheitsprogress
    • 1 aufgrund von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (Symptome bereits bei Aufnahme vorhanden)
    • 2 nicht mit der untersuchten Erkrankung zusammenhängende Todesfälle bei älteren Patienten mit mehreren bestehenden Komorbiditäten
    • 1 aufgrund von Graft-versus-Host-Reaktion nach Progress und anschließender allogener Stammzellentransplantation