ASCO zu HER2+ ABC: keine großen Veränderungen zu den Leitlinien von 2014

  • Giordano SH & al.
  • J Clin Oncol
  • 25.06.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) hat ihre Literaturübersicht mit 622 Artikeln aktualisiert, stellt aber in den Clinical Practice Guidelines (CPGs) für 2018 gegenüber den alten Leitlinien von 2014 zur systemischen Therapie bei fortgeschrittenem, HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-positiven Brustkrebs keine signifikanten Änderungen vor.

Warum das wichtig ist

  • Die CPGs für 2018 sollen Onkologen und anderen Ärzten, Patientinnen und Pflegern eine optimale systemische Therapie für HER2+ fortgeschrittenen Brustkrebs (ABC) anbieten.

Studiendesign

  • Der Expertenausschuss führte eine Literaturrecherche und Überprüfung in Medline und der Cochrane Library durch und wählte 622, von 2011–2017 veröffentlichte Artikel aus.
  • Unter den ausgewählten Artikeln befanden sich randomisierte kontrollierte Studien, systematische Auswertungen, Metaanalysen und CPGs.
  • Die Empfehlungen enthielten Bewertungen zu Evidenz, Qualität und Stärke.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Empfehlungen

  • Ärzte sollten eine auf HER2 abzielende Therapie verordnen, sofern die Patientin nicht an klinischem kongestiven Herzversagen oder kompromittierter Auswurffraktion des linken Ventrikels leidet. Diese Patientinnen sollten dann fallweise behandelt werden.
  • Die Erstlinientherapie sollte Trastuzumab, Pertuzumab und Taxan sein.
  • Die Zweitlinientherapie sollte Trastuzumab Emtansin sein.
  • Die Drittlinientherapie sollten Kombinationen aus einer HER2-gezielten Therapie oder Trastuzumab Emtansin (wenn nicht schon vorher verabreicht) oder Pertuzumab sein (wenn nicht schon vorher verabreicht).
  • Idealerweise sollte eine Chemotherapie mindestens 4–6 Monate oder bis zum maximalen Ansprechen verabreicht werden.