ASCO-SITC 2019—Lenvatinib in Kombination mit Pembrolizumab führt bei fortgeschrittenem Urothelialkarzinom zu einer ORR von 25 %


  • Melissa Pandika
  • Univadis
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Erkenntnis

  • Die Kombination von Lenvatinib und Pembrolizumab zeigte in einer Phase-Ib/II-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkrebs Wirkung.

Warum das wichtig ist

  • Urothelialkrebs macht >90 % der Blasenkrebsfälle aus.
  • Tyrosinkinase-Inhibitoren wie Lenvatinib, das bei Urothelialkarzinomen Wirkung gezeigt hat, können das immunsuppressive Mikromilieu neutralisieren, was zum Versagen der Immuntherapie führt.
  • Die Ergebnisse legen eine weitere Untersuchung von Lenvatinib plus Pembrolizumab in diesem Setting nahe.

Studiendesign

  • Multizentrische Open-Label-Studie der Phase Ib/II.
  • Patienten mit metastatischem Urothelkarzinom erhielten 20 mg Lenvatinib/Tag oral plus 200 mg Pembrolizumab/3 Wochen intravenös.
  • Primärer Endpunkt: Objektive Ansprechrate (ORR) in Woche 24 basierend auf den immunbezogenen RECIST-Kriterien (irRECIST).
  • Finanzierung: Eisai Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Zum Zeitpunkt des Daten-Cut-offs am 1.3.2018 waren 20 Patienten aufgenommen.
    • 11 und 5 Patienten hatten eine bzw. zwei vorherige Therapielinien gegen Krebs erhalten.
    • Keiner hatte zuvor eine Immuntherapie erhalten.
  • ORR in Woche 24: 25 % (95 %-KI: 8,7–49,1).
  • Medianes PFS (basierend auf irRECIST): 5,4 Monate (95 %-KI: 1,3–nicht abschätzbar).
    • Mediane Nachbeobachtungsdauer bezüglich des PFS: 11,7 Monate (95 %-KI: 2,7–17,7).
  • 4 Patienten (3 sind noch in der Studie) befinden sich noch in vollständiger Remission.
  • Bei 18 Patienten trat >1 behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis (TRAE) auf.
    • Die häufigsten TRAE aller Grade: Proteinurie, Diarrhö, Ermüdung, Hypertonie, Hypothyreose.

Einschränkungen

  • 1 tödlich verlaufenes TRAE (gastrointestinale Blutung).